Antrag der SPD zu Ladestationen

Helsa will mehr E-Tankstellen

Helsa. Der Helsaer Aurel Liphardt macht es vor: An seinem Wohnhaus an der Berliner Straße in Helsa-Wickenrode hat er 2012 eine E-Tankstelle aufgebaut.

Die SPD-Fraktion will mehr von diesen Tankstellen. Den Gemeindevorstand will sie jetzt beauftragen, ein Konzept für die Installation von Ladestationen für Elektromobile in der Gemeinde Helsa zu erarbeiten.

Aurel Liphardt

„In Bezug auf den Klimawandel nimmt das Thema E-Mobilität immer mehr Fahrt auf“, begründet Fraktionsvorsitzender Dirk Schröder den Vorstoß der SPD. Gemeinsam mit der GLH-Fraktion hatte die SPD bereits die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs für die Gemeindeverwaltung über Geld aus dem Kommunalen Investitionsprogramm angestoßen. „Es nutzt aber nichts, ein E-Auto zu haben, es aber nicht laden zu können“, so Schröder.

Zugute komme der Gemeinde der jüngste Beschluss des Bundesverkehrsministeriums, 300 Millionen Euro in den Aufbau von 15 000 Ladesäulen in Deutschland zu stecken. „Da könnte auch Helsa dabei sein.“ In das Konzept, das der Gemeindevorstand auf Wunsch der SPD erarbeiten soll, müsse auch die Tankstelle von Aurel Liphardt einfließen. Private Investoren wie Liphardt würden für die Umsetzung des Konzepts gebraucht.

Macht es Sinn, weitere Ladestationen in Helsa zu schaffen? Im Hinblick darauf, dass man demnächst direkt von der Autobahn 44 abfahren kann, ja, meint Liphardt, der etwa 7000 Euro in die Ladestation investierte. Aber: „Es kommt auf den Standort an.“ So spiele es eine Rolle, dass sich der Fahrzeugnutzer während des Tankens sinnvoll beschäftigen kann. Immerhin könne das bei einer gewöhnlichen Ladestation bis zu acht Stunden dauern.

Er selbst habe in dem Gebäude der Ladestation ein Kurzzeitmietbüro eingerichtet, wo die Leute arbeiten können, während das Auto lädt. Auch befinde sich das von seiner Frau betriebene Gasthaus „Goldener Adler“ in unmittelbarer Nähe, manche Gäste würde hier auch übernachten oder in der Ladezeit mit dem E-Bike die Gegend erkunden. Bei Liphardt scheint das Konzept aufzugehen: Etwa sechs Fahrzeuge würden hier pro Woche „getankt“ und er selbst habe auch ein Auto mit Elektromotor. Da die Nutzung bislang eher „spärlich“ ist, könne er den Strom noch kostenlos anbieten.

Am Donnerstag, 23. Februar, werden sich die Gemeindevertreter ab 20 Uhr mit dem Thema beschäftigen. Die Sitzung ist öffentlich, Bürger sind willkommen.

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