Gemeinde gibt jährlich 50.000 Euro für Straßensanierungen aus

Holperpisten stören die Anwohner in Helsa

+
Tiefes Schlagloch in der Sandbergstraße: Bauamtsleiter Volker Witzel würde gern mehr Geld für Helsas Infrastruktur zur Verfügung haben. 

Helsa. Mehrere Straßen in der Gemeinde Helsa sind marode. Doch es ist nicht genug Geld für die zahlreichen Sanierungen, die eigentlich notwendig wären, da.

Die Straßen sind kaputt, doch das Geld für Reparaturen ist knapp – so geht es zurzeit der Gemeinde Helsa. „Wir schieben da eine Welle vor uns her, die von Jahr zu Jahr höher wird“, sagt Bürgermeister Tilo Küthe auf HNA-Anfrage. „Wir kommen mit den Erneuerungen und Sanierungen einfach nicht hinterher.“

Insgesamt verfüge Helsa über ein Straßennetz von 50 Kilometern, davon seien etwa drei kaputt. „Das hört sich erst mal nicht viel an. Doch für den, der diese betroffenen Strecken regelmäßig benutzt, ist das sehr anstrengend.“ Beispiele dafür sind die Straßen Am Stubberg, Sandberg- und Hirschbergstraße. Erstere wird bald grundhaft erneuert, das heißt, die Anlieger müssen 50 Prozent der Kosten tragen. Die anderen 50 Prozent trägt die Gemeinde.

„Die Wege sind teilweise 40 Jahre alt und halten den heutigen Belastungen nicht mehr stand“, sagt Helsas Bauamtsleiter Volker Witzel. „Es muss an vielen Ecken unbedingt was getan werden.“

50.000 Euro für Straßen

Doch das ist bei der finanziellen Situation der Gemeinde nicht einfach: 50.000 Euro ist das Budget, was Helsa jährlich für die Sanierungen von Straßen ausgeben kann. Dabei sind nicht die kompletten Erneuerungen gemeint, bei denen die Anwohner auch zahlen müssen, sondern Arbeiten wie das Ausbessern von Schlaglöchern.

Prioritätenliste abarbeiten

„Wir hatten dafür mal 80.000 Euro jährlich zur Verfügung.“ Doch weil Helsa unter dem Kommunalen Schutzschirm des Landes Hessen ist, und sparen muss, ist der Betrag reduziert worden. „Das ist eigentlich die falsche Stelle, an der man sparen sollte“, sind sich Rathauschef und Bauamtsleiter einig.

Wird bald erneuert: Die Straße Am Stubberg in Helsa steht ganz oben auf der Prioritätenliste der Gemeinde Helsa. Die geschätzten Kosten für die Arbeiten liegen bei 213.000 Euro.

Das Geld ist in Anbetracht der vielen und immer mehr werdende Schäden schnell weg. „Wir überlegen natürlich jedes Jahr aufs Neue, was am Dringendsten gemacht werden muss und erstellen eine Prioritätenliste“, sagt Küthe. „Die versuchen wir nach unseren Möglichkeiten abzuarbeiten.“ Entweder mache man dann überall ein bisschen und nur die gröbsten Schäden weg oder investiere mehr Geld in eine bestimmte Straße und „kann aber nirgendwo anders mehr ausbessern“.

Eine Lösung für das Straßenproblem hat Küthe nicht. „Mit den Mitteln, die der Gemeinde zur Verfügung stehen, ist momentan einfach nicht mehr möglich. Es ist schlimm, den Verfall unserer Infrastruktur mit ansehen zu müssen.“

Zurzeit läuft die Ausschreibung für die Straße Am Stubberg, das Bauamt schätzt die Kosten für die Arbeiten auf 213.000 Euro. Davon kommen 50 Prozent von den Anwohnern zurück.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.