Großeinsatz auf der Baustelle

Katastrophenschutzübung auf A 44-Trasse: Verletzte aus Tunnel geholt

Helsa. Großalarm auf der A44-Baustelle im Tunnel Hirschhagen bei Helsa: Ein PKW ist mit einem Radlader zusammengestoßen. Dabei wurde ein Passant unter dem Baufahrzeug und der Autofahrer in seinem Wagen eingeklemmt.

Beide Personen wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Glücklicherweise handelte es sich bei diesem Horroszenario am Samstagvormittag nur um eine großangelegte Katastrophenschutzübung. Die Rettungskräfte spielten damit den für den Ernstfall - speziell für diese Baustelle ausgearbeiteten Rettungsplan - durch. Damit konnten alle Beteiligten sehen, wie die Zusammenarbeit zwischen den Rettungskräften im Tunnel funktioniert.

Nachdem einer der Bauarbeiter um elf Uhr den Notruf an die zentrale Leitstelle abgesetzt hatte, erreichten die ersten Einsatzkräfte - die Freiwillige Feuerwehr aus Helsa - nach nur zehn Minuten den Unglücksort. Kurze Zeit später war auch die Kaufunger Wehr sowie Rettungskräfte vom ASB und dem Roten Kreuz zur Stelle.

Fotos der Übung:

Katastrophenschutzübung A44 Tunnel Hirschhagen

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Thomas Lenz (Einsatzleiter Helsa) und Reiner Kohlhaase (Zugführer Helsa) machten sich zuerst ein Bild vom Unglücksort, um danach die rund 60 Helfer zu koordinieren. In diesem Fall kam die Rettungsschere zum Einsatz, um den Autofahrer aus seinem Fahrzeug zu befreien. Zur Rettung des anderen Unfallopfers mussten die Feuerwehrleute den 24-Tonnen schweren Bagger anheben. „Das ist eine große Herausforderung für uns“, sagte Kohlhaase. Die „Verletzten“ wurden von Darstellern der Firma „Crash Art“ aus Baunatal gemimt. Sie haben sich auf realistische Unfalldarstellungen spezialisiert. Nach deren Bergung, kümmerten sich die beiden Notärzte Nicolai Nitzsche und Torsten Müller um die weitere Versorgung.

Solche Verletzungen seien nichts neues für die Einsatzkräfte, jedoch die Örtlichkeit sei schon etwas ungewöhnlich, bemerkte Müller. Das bestätigte auch Gemeindebrandinspektor Timo Schröder, der die Rettungsaktion kritisch beobachtete: „Die Enge und die Dunkelheit sind schon eine Herausforderung“, betonte er. Am Ende konnten alle Verunglückten gerettet werden und die Helfer stellten zufrieden fest, dass der Rettungsplan nicht nur in der Theorie funktioniert.

Von Tina Hartung

Rubriklistenbild: © Hartung/HNA

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