Kommentar über die Zukunft des Helsaer Sportplatzes

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Blumenwiese statt Spielfläche: Um Kosten für die Pflege zu sparen, wird der Sportplatz in Helsa seit zwei Jahren nicht mehr genutzt. Jetzt wird erwogen, das Gelände zu bebauen. Eine Entscheidung der Gemeindevertreter darüber steht aber noch aus

Der Sportplatz in Helsa darf von der Gemeinde wegen Sparauflagen nicht mehr genutzt werden. Jetzt bietet sich der Verkauf des Geländes an. Ein Kommentar von Peter Ketteritzsch

Für die Abgeordneten in Helsa, die sich demnächst mit der Zukunft des Sportplatzes befassen, kann es nur eine Entscheidung geben: Er muss verkauft werden. Denn vernünftige Argumente dafür, das Areal zu erhalten, gibt es nicht. Der Sportplatz ist nämlich schon seit geraumer Zeit keiner mehr. Statt von Kickern, die es in der Lossetalgemeinde auch nicht mehr gibt, wird der Platz von Pusteblumen dominiert. Der Finanzschutzschirm, unter den die Gemeinde geschlüpft ist, schreibt den Helsaern vor, den Sportplatz nicht mehr zu pflegen. Der Schutzschirm verpflichtet die Kommune allerdings auch, nach zusätzlichen Einnahmemöglichkeiten Ausschau zu halten. Mit einem Sportplatz-Verkauf fließt Geld in die Kasse. Viel wertvoller ist aber in finanzieller Hinsicht das, was später kommt. Wenn der Sportplatz erst einmal bebaut ist, dann werden die Menschen, die dort leben, Steuern und Abgaben zahlen. Außerdem wird die Gemeinde bei der Einkommensteuer mitkassieren, und im Ort wird mehr Geld ausgegeben, was den Einzelhandel erfreut. Dass Grundstücke in kleinen Gemeinden wie Helsa gut an den Mann gebracht werden können, zeigt das Beispiel Nieste. Dabei liegt das potenzielle Baugebiet in Helsa noch günstiger: B 7 und Lossetalbahn liegen quasi vor der Tür.

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- Pusteblumen im Strafraum - Wird Sportplatz in Helsa bald bebaut?

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