Küthe: Gräben zur Entlastung gezogen

Nach Wasser- und Schlammflut: Hausbesitzer kritisierte die Gemeinde Helsa

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Unwetter: Hochwasser setzte in Wickenrode die Hirschberstraße und einen Keller unter Wasser. Foto: Schindler

Helsa. Eine Schlammlawine ergoss sich am Donnerstagabend vom Hirschberg herunter nach Wickenrode und setzte unter anderem den Keller eines Hauses in der Hirschbergstraße komplett unter Wasser. Bis zu 1,50 Meter hoch stand dort das Wasser.

Hausbesitzer Günter Giese kritisierte, dass eine offene Kanalstelle, aus der das Wasser in die Gärten und in seinen Keller lief, von der Gemeinde trotz Hinweisen nicht geschlossen worden sei. Die Schadenshöhe stand gestern noch nicht fest.

Helsas Bürgermeister Tilo Küthe ist sich der Probleme bewusst: „Es gibt Schwierigkeiten, wenn sehr schnell größere Mengen an Ästen und Zweigen reingeschwemmt werden und die Rohre verstopfen.“ Das Problem sei, dass die Rohre, die vermutlich in den 70er-Jahren verlegt worden seien, zu schmal sind, um solch sturzbachartige Wassermassen aufzunehmen.

Dabei sei der Bereich um Gieses Haus kein Gefahrenschwerpunkt bei Hochwassern in Wickenrode: „Ich bin jetzt zwölf Jahre Bürgermeister und so etwas wie am Donnerstag ist dort noch nie passiert“, sagt der Verwaltungschef, der angesichts der Schäden „sehr betroffen“ sei.

Aber: Man werde die Situation untersuchen und habe auch schon Sofortmaßnahmen ergriffen. So seien in Zusammenarbeit mit der Verkehrsbehörde Hessen Mobil im Bereich der ehemaligen Tagebauanlagen am Hirschberg, die zurzeit mit Erde aus dem Tunnelbau aufgefüllt würden, mit Baggeern Gräben gezogen worden, um das Wasser abzuleiten. Endgültig bereinigt sei die Situation aber erst, wenn das dortige Areal bepflanzt und zugewachsen sei, um das Wasser aufzuhalten. Das werde aber noch Jahre dauern.

Ein entsprechender Rekultivierungsplan, der auch die Hochwassersituation berücksichtige, sei laut Küthe schon aufgestellt worden. (swe)

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