Unterlagen für Denkmalförderung nicht eingereicht

Denkmalförderung: Zukunft des Merten-Jäger-Hauses ungewiss

+
Wie geht es weiter? Die Zukunft des vor knapp zwei Jahren ausgebrannten Merten-Jäger-Hauses in Helsa ist offen. Gesprochen wurde über eine neue Nutzung viel, eine Entscheidung steht aber noch aus.

Helsa. Die Einsturzgefahr für das vor zwei Jahren ausgebrannte Merten-Jäger-Haus konnte 2012 durch Sicherungsmaßnahmen abgewendet werden. Aber über die Finanzierung der 400.000 Euro teuren Komplettsanierung und die künftige Nutzung des historischen Fachwerkhauses besteht immer noch keine Klarheit.

Fest steht, dass die Aufnahme des Projektes in das aktuelle Förderprogramm der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz gescheitert ist. Nach Informationen der HNA wurde der Antrag aus Helsa drei Monate zu spät vorgelegt. „Die Unterlagen hätten bis Ende August des Vorjahres bei uns eingehen müssen“, sagte Dr. Karin Gehrmann von der Denkmalschutz-Stiftung. Für die Aufnahme in das Programm 2014 liege der Stiftung noch keine Willenserklärung des Eigentümers vor. Die Entscheidungskommission der Stiftung könne selbstverständlich nur über Anträge befinden, die rechtzeitig eingereicht oder neu gestellt werden.

„Ja, wir haben ein Jahr verloren“, man habe die vom Architekten bearbeiteten Unterlagen tatsächlich erst im Dezember eingereicht, sagte der Vater des Hauseigentümers, Franz Ullwer, der die Antragstellung jetzt erneuern will.

Lexikon-Wissen

Das Merten-Jäger-Haus im Regiowiki

Franz Ullwer trägt sich mit dem Gedanken, im Merten-Jäger-Haus sechs barrierefreie Wohnungen für Senioren unterzubringen. „Das können wir aber nur machen, wenn der Bürgermeister dabei finanziell hilft“, sagte der Eigentümer unserer Zeitung. Der Verwaltungschef will irgendwie helfen: „Die Gemeinde hat ein unheimlich hohes Interesse an der Erhaltung des Merten-Jäger-Hauses“, sagte Tilo Küthe (SPD). Geld könne es wegen der Schutzschirmproblematik nicht geben, eventuell aber eine Bürgschaft, so der Bürgermeister gegenüber der HNA.

Erst einmal müssten jedoch Pläne für dieses Konzept vorgelegt werden. Eine Blanko-Unterschrift für die gewünschte finanzielle Beteiligung in Höhe von 10.000 Euro pro Wohnung könne es von der Gemeinde nicht geben, sagte Küthe. Franz Ullwer überlegt gemeinsam mit dem Bürgermeister, zusätzlich auch eine Finanzierung aus dem Dorferneuerungsprogramm in die Strategie einzubeziehen. Die Idee des Bürgermeisters, das Merten-Jäger-Haus einem gemeinnützigen Träger für den Umbau in ein Seniorenzentrum oder eine Seniorenbegegnungsstätte käuflich zu überlassen, stößt beim Eigentümer auf Ablehnung: „Wir denken nicht an Verkauf“, sagte Ullwer.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.