Syrer soll Männer mit Messer attackiert haben

Nach Brand in Flüchtlingsheim: Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung

Helsa. Nach dem Brand am Dienstagabend in einem Flüchtlingsheim in Helsa-Eschenstruth ermittelt die Polizei gegen einen 28-jährigen Hausbewohner wegen des Verdachts eines vorsätzlichen Tötungsversuchs und wegen Brandstiftung.

Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der Mann aus Syrien zwei Somalier im Alter von 21 und 27 Jahren mit einem Küchenmesser angegriffen und verletzt haben.

Nach dem Angriff auf seine Mitbewohner hat der Tatverdächtige möglicherweise Feuer in dem Fachwerkgebäude gelegt. Der Mann sollte nach seiner Vernehmung in Kassel noch am Mittwoch dem Untersuchungshaftrichter vorgeführt werden.

Die beiden Opfer hatten sich auf die Straße geflüchtet. Sie erlitten Stichverletzungen und Rauchgasvergiftungen und werden weiter in Kasseler Kliniken behandelt. Polizisten hatten den Syrer noch am Tatabend in der Nähe der Unterkunft festgenommen.

Aktualisiert um 16.08 Uhr

Als das Feuer ausbrach, hielten sich weniger Bewohner in dem Haus im Mühlenweg auf als zunächst angenommen. In dem Gebäude im Ortskern von Eschenstruth hätten sich 17 Personen befunden. Ausgelegt ist die Unterkunft des Landkreises Kassel für 32 Personen. Einige seien am Dienstagabend nicht zu Hause gewesen, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn.

Am Mittwoch entschied die Kreisverwaltung, das Gebäude vollständig zu räumen, weil Heizung und Wasser ausgefallen waren. Neben sieben Personen, die in das Flüchtlingsheim in der Pommernanlage in Wolfhagen gebracht wurden, mussten weitere neun Migranten in eine Unterkunft in Helsa-Wickenrode umziehen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei an der Brandstelle dauern an. Sämtliche Bewohner des Hauses in Eschenstruth stammen aus Syrien, Somalia und Afghanistan.

Einen fremdenfeindlichen Hintergrund für die Tat schließt die Polizei aus.

Brand in Flüchtlingsunterkunft in Helsa

Rubriklistenbild: © Hessennews.tv

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