Casting-Sternchen aus dem Kreis Kassel

Nach DSDS: Natalie aus Helsa jetzt Kandidatin bei Get the F*ck out of my House

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„Ein Löwe kämpft auch bis zum bitteren Ende“: Das sagt Natalie Ehrlich, Hotelfachfrau und inzwischen Fernsehgesicht. Wenn es mit der Gesangskarriere doch nicht klappen sollte, könnte sie sich beispielsweise auch vorstellen, Moderatorin zu werden.

Helsa. Erstmals bekannt wurde sie durch ihre Teilnahme bei DSDS. Nun ist Natalie Ehrlich aus Helsa Kandidatin bei „Get the F*ck out of my House“ und auf Pro7 zu sehen.

Wenn Natalie Ehrlich von Dieter Bohlen spricht, dann spricht sie wie von einem alten Bekannten, einem Mentoren vielleicht. Dann spricht sie von „Dieter“. Von Dieter, der sie zwar häufig kritisiert, aber auch motiviert habe, weiterzumachen, es wieder zu versuchen.

In der 2017 ausgestrahlten Staffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ schaffte es die heute 32-Jährige aus Helsa immerhin unter die besten 30 Kandidaten. Es war ihr sechster oder siebter Versuch in dem Format, ganz genau weiß sie das allerdings auch nicht mehr.

An die Zeit bei DSDS erinnert beispielsweise dieses Bild. Natalie hat sich mit Juror Dieter Bohlen ablichten lassen.

Jetzt ist Natalie bei Get the F*ck out of my House

Derzeit ist Ehrlich in der Reality-Show „Get the F*ck out of my House“ auf Pro 7 zu sehen (immer donnerstags, 20.15 Uhr). Das Konzept der Show ist schnell erklärt. 100 Menschen verbringen gemeinsam Zeit in einem viel zu kleinen Haus, mit viel zu wenig Essen. Es wird gestritten, gespielt, man wählt sich gegenseitig raus und wer am Ende übrig ist, der gewinnt 100.000 Euro. „Ich nenne es immer Big Brother und Dschungelcamp in einem“, sagt Ehrlich.

Und warum tut man sich das an? „Ich wollte einfach weg sein“, sagt sie – weg von zu Hause, weg von den Problemen mit ihrem Mann. Das ist verständlich, zumal ein Batzen Geld und mediale Aufmerksamkeit lockten – anders als bei einer Wanderung entlang des Jakobswegs, oder bei was auch immer Menschen sonst so machen, um den Kopf frei zu kriegen.

Was aber wirklich beeindruckt, ist wie Natalie Ehrlich von ihren Erfahrungen auf den mal mehr, mal minder glamourösen Bühnen des Privatfernsehens berichtet. „Heutzutage kann jeder singen, jeder ist Youtuber, jeder ist nackig.“ Oder: „Man fällt heutzutage nur noch auf, wenn man scheiße ist.“ Natalie Ehrlich spricht von dieser Welt wie ein Mensch von einem langen Leben – unaufgeregt, abgeklärt, ein bisschen weise vielleicht. Auch, wenn sie das sehr schnell tut und oft dabei lacht, was einnehmend sympathisch wirkt.

Ebenso sympathisch ist es, wenn sie plötzlich Sätze sagt wie: „Wenn Leute keine Perspektive haben, könnte ich brechen.“ Entwaffnend ehrlich klingt das. Und so schleierhaft wie befremdlich die Beweggründe solcher Show-Teilnehmer für manche Zuschauer auch sein mögen, so genau scheint Ehrlich zu wissen, was sie will, wohin sie will und wie sie das erreichen möchte. In ihrer Freizeit boxt die gelernte Hotelfachfrau übrigens gerne.

Am Samstag um 20:15Uhr! Auf dein RTL!!! #dsds2017 #dubai

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„Seitdem ich 16 bin, träume ich davon, weltberühmt zu werden“, sagt Ehrlich. Der kurzlebige Casting-Ruhm, er haftet ihr noch an, sie singt auf Hochzeiten, besucht Galas, zum Karneval ist sie nach Bad Ems eingeladen.

Dass die, die sie einladen, von ihrem Namen, nicht aber von ihrem gesanglichen Talent profitieren wollen, ist ihr klar. Natalie Ehrlich macht es trotzdem. Auf Veranstaltungen ließen sich Kontakte knüpfen, im Fernsehen könne man sich für weitere Formate präsentieren.

„Man muss nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein“, sagt sie. Kürzlich kamen per Post die eigenen Autogrammkarten, Ende Januar 2018 veröffentlicht Ehrlich ein Lied. Neben einer Karriere als Sängerin könnte sie sich auch eine als Moderatorin vorstellen.

Gegenüber der Bild öffnete sich Natalie Ehrlich im März 2017 als DSDS-Kandidatin. Sie sprach mit der Zeitung über ihre schwierige Kindheit und ihre Wurzeln - den Philippinen. 

Archiv-Video vom DSDS-Casting 2015 in Kassel:

Weitere Kandidaten aus der Region auf Pro 7 dabei

Natalie Ehrlich ist nicht die einzige Kandidatin aus der Region, die in der neuen Show auf Pro 7 teilnimmt. Auch Adrian Schrage aus Felsberg war dabei, verließ das Haus aber bereits nach der ersten Nacht. Ein Interview mit einem weiteren Teilnehmer aus Nordhessen - Patrick Bohne aus Habichtswald-Dörnberg - lesen Sie hier. 

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