Für den Denkmalschutz

Helsa: Gebäude für Betreutes Wohnen muss flacher werden

Wiese muss Betreutem Wohnen im Alter weichen: Hinter dem geplanten Gebäudekomplex soll wenigstens das Dachgeschoss des Therapiezentrums (im Hintergrund) sichtbar bleiben. Das ehemalige Sanatorium versteckt sich aber heute schon teilweise hinter großen Bäumen. Foto: Dilling

Helsa. Der von dem schleswig-holsteinischen Investor Wilhelm Kurth geplante Gebäudekomplex für Betreutes Wohnen an der Berliner Straße in Helsa wird weniger massiv und flacher gebaut, als ursprünglich geplant.

Grund: Die Landesdenkmalpflege hat erhebliche Bedenken geäußert, weil das geplante Gebäude die Sicht auf das dahinter befindliche, unter Denkmalschutz stehende Senioren- und Therapiezentrum – ein früheres Sanatorium – von der Berliner Straße her ganz verdeckt hätte.

Inzwischen sei ein Kompromiss gefunden worden, sagte Holger Wittich, Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Helsa, während der Sitzung der Gemeindevertretung Helsa, die die Planänderung zustimmend zur Kenntnis nahm.

Gegenüber der HNA erklärte Wittich, der Investor verzichte nun auf das geplante zweigeschossige Satteldach. Dafür werde ein zurückgesetztes Staffelgeschoss mit flach geneigtem Dach gebaut. Auch die Verbindungsgeschosse zwischen den drei Gebäuden würden niedriger ausfallen. Nach der neuen Planung werde etwa ein Drittel des Obergeschosses des bestehenden Altenhilfezentrums von der Berliner Straße her sichtbar bleiben. Am Raumprogramm werde sich nichts Wesentliches ändern, einige Apartments könnten kleiner ausfallen. Der Investor will 89 barrierefreie Wohnungen bauen.

Wittich rechnet damit, dass das Projekt noch im Herbst Baurecht erhalten wird. Im November könnten die Bagger rollen, schätzt er.

Die Fraktionsmitglieder der Grünen Liste Helsa enthielten sich bei der Abstimmung der Stimme. Er habe schon frühzeitig Bedenken gegen die ursprüngliche Planung geäußert, sagte Fraktionsmitglied Rainer Dallmann. Leider habe die Gemeindevertretung damals auf eine Diskussion über die Ausmaße des geplanten Baukörpers verzichtet. Da sei selbst der Investor für Argumente offener gewesen. Dallmann hält die neue Planung zwar für gelungener, befürchtet aber, dass der Blick auf das Therapiezentrum dennoch verstellt sein wird.

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