Pusteblumen im Strafraum - Wird Sportplatz in Helsa bald bebaut?

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Blumenwiese statt Spielfläche: Um Kosten für die Pflege zu sparen, wird der Sportplatz in Helsa seit zwei Jahren nicht mehr genutzt. Jetzt wird erwogen, das Gelände zu bebauen. Eine Entscheidung der Gemeindevertreter darüber steht aber noch aus.

Helsa. Eigentlich müsste der Sportplatzweg in Helsa in Wiesenweg umbenannt werden. Denn sportliche Aktivitäten sind auf dem Areal gegenüber dem Freibad längst nicht mehr möglich.

Und auch nicht mehr erlaubt, wie Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) auf HNA-Anfrage erklärte.

Denn mit der Entscheidung, den Finanz-Schutzschirm des Landes in Anspruch zu nehmen, hat sich die Gemeinde vor zwei Jahren verpflichtet, den Platz brach liegen zu lassen, um Pflegekosten zu sparen. Und so steht das Gras inzwischen hoch, vor den Toren sprießen Pusteblumen. Statt regelmäßig zu mähen, wird dort von einem Landwirt nur noch zwei Mal im Jahr Heu gemacht.

Tilo Küthe

In Helsa fragt man sich nun, was aus dem Gelände werden soll. Vor allem ein Gerücht über die künftige Nutzung hält sich hartnäckig: das von der geplanten Umwandlung des Sportplatzes in Bauland. „Das ist eine Option“, sagte Bürgermeister Küthe. Er bestätigte, dass die Nachfrage nach Bauland in Helsa erheblich sei. Der nur einen Steinwurf von dem Sportplatz entfernt liegende alte Festplatz ist mittlerweile komplett bebaut.

Zurzeit diskutieren die Gemeindevertreter darüber, ob im Ortsteil Eschenstruth ein Baugebiet ausgewiesen werden soll (die HNA berichtete). Entschieden ist in der Angelegenheit aber noch nichts.

Die Erschließung des stillgelegten Sportplatzes in der Kerngemeinde wäre dem Vernehmen nach einfacher zu bewerkstelligen. Im Gegensatz zu dem Areal in Eschenstruth gehört der Sportplatz der Gemeinde, Versorgungsleitungen sind vorhanden. Und dann ist da noch die verkehrsgünstige Lage: Vom Sportplatz ist man in Nullkommanichts auf der Bundesstraße 7 und an der Haltestelle der Lossetalbahn.

Voraussetzung für Erschließung und Vermarktung des Geländes sei ein entsprechendes Votum der Abgeordneten, sagte Küthe. Dem Vernehmen gibt es aber auch einen privaten Investor, der am Erwerb der Fläche interessiert ist.

Am Rand des Sportplatzes steht bereits eine Reihe Siedlungshäuser. Sie wurden Ender der 1930er-Jahre gebaut.

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