14 Anlagen bei Kaufungen und Helsa

Städtische Werke planen neue Riesen-Windräder in der Söhre

Kassel Kaufungen/Helsa. In dem südöstlich von Kassel gelegenen Waldgebiet Söhre werden in den nächsten Jahren möglicherweise weitere riesige Windräder entstehen. Die Städtischen Werke Kassel wollen den vor knapp einem Jahr in Betrieb gegangenen Windpark am Warpel zwischen Söhrewald-Wattenbach und Fuldabrück-Dörnhagen eventuell erweitern.

„Das ist für uns eine Option“, sagte der Sprecher des Versorgungsunternehmens, Ingo Pijanka, auf HNA-Anfrage, „die Planungen erfolgen in enger Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden und Hessen-Forst.“ Wie viele Anlagen dort zusätzlich entstehen könnten, sei noch nicht klar.

Hintergrund für die Pläne ist der jüngste Vorschlag der Regionalversammlung für Windvorrangflächen in Nordhessen. Dieser sieht Platz für weitere Rotoren in der Söhre vor. Die Entscheidung über die Windstandorte trifft die Regionalversammlung am kommenden Montag. In der Söhre betreibt das Kasseler Unternehmen bislang fünf jeweils knapp 200 Meter hohe Anlagen. Der von ihnen erzeugte Strom reicht im Idealfall für 17.000 Haushalte und wird direkt ins Kasseler Netz eingespeist.

Zwei weitere Anlagen stehen am Sandershäuser Berg bei Niestetal. Für die sieben Rotoren des Windparks Niestetal/Söhrewald haben die Städtischen Werke rund 32 Millionen Euro investiert. Bereits konkreter sind die seit längerem bekannten Windkraftpläne des Energieversorgers für weitere Waldgebiete östlich von Kassel. So werden im Stiftswald bei Kaufungen - konkret am Bielstein und am Großen Belgerkopf - insgesamt neun Anlagen der Drei-Megawatt-Klasse entstehen. Fünf weitere Anlagen sind auf dem Rohrberg bei Helsa geplant. Laut Werke-Sprecher Pijanka sollen die 14 Windkraftanlagen bis Ende 2016 in Betrieb gehen.

Von Peter Ketteritzsch

Archivvideo und Bilder der Riesen-Windräder

Riesen-Windräder der Söhre aus der Luft

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