Stalker terrorisiert St. Ottilien: Anwohner weiter in Sorge

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Sorgen sich weiterhin um ihre Sicherheit: (von links) Inge und Horst Möller sowie Nachbarin Hannelore Wolfrom. 

Helsa. Der Stalker, der Helsas Ortsteil St. Ottilien terrorisiert, ist auch nach der Berichterstattung in der HNA noch aktiv. Das berichtet Anwohner Horst Möller.

Allerdings: Die Lage habe sich zumindest etwas beruhigt, Sachbeschädigungen habe es nicht mehr gegeben.

Wie berichtet, ist scheinbar der verschmähte Liebhaber einer Frau aus Hessisch Lichtenau oft in St. Ottilien aktiv, wo der neue Lebensgefährte der Frau wohnt. Dort gibt der Stalker nachts Böllerschüsse ab, legt Nägel vor Autoreifen oder klebt Autoscheiben zu. Die Polizei habe sich sehr gut verhalten, sagt Möller, in dessen Haus der Lebensgefährte der begehrten Frau wohnt. „Wir fühlen uns jetzt ernst genommen“, sagt er.

Der Stalker, der aus Oberweser kommt, habe noch einmal geböllert, außerdem sei er weiterhin täglich in dem kleinen Ort unterwegs. Horst Möller appelliert an ihn, damit aufzuhören und die Bewohner in Frieden zu lassen. Nach wie vor sei die gegründete Nachtwache aktiv und gehe „Streife“ in St. Ottilien.

„Wir können sehr gut nachvollziehen, dass die vergangenen Ereignisse den Bürgern und Betroffenen in St. Ottilien Sorgen bereiten“, sagt Polizeisprecher Matthias Mänz. „Wir nehmen diese natürlich auch entsprechend ernst.“ Sobald Vorfälle gemeldet wurden, sei die Polizei diesen nachgegangen. Man habe dort „Präsenz gezeigt, um Weiteres zu verhindern, und haben sofort Fahndungsmaßnahmen sowie weitere Ermittlungen eingeleitet“, sagt Mänz.

Die Vorfälle seien zudem dokumentiert worden, sie sollen in die weiteren Ermittlungen einfließen. „Darüber hinaus sind die Beamten des zuständigen Polizeireviers bezüglich des Sachverhalts besonders sensibilisiert und fahren dort vermehrt Streife.“ Da man aber nicht rund um die Uhr in Helsa im Einsatz sein könne, sei man darauf angewiesen, dass Vorfälle sofort der Polizei mitgeteilt werden. „Nur so können wir entsprechend schnell einschreiten und möglicherweise für das weitere Verfahren wichtige Feststellungen treffen.“

Nachdem in diesem Fall erstmals Anzeige erstattet wurde, haben man, wie in solchen Fällen üblich, „zeitnahe täter-, aber auch opferorientierte Maßnahmen eingeleitet und durchgeführt. Dazu gehört beispielsweise auch die Kontaktaufnahme mit dem potentiellen Gefährder, an den bereits eine Gefährderansprache gerichtet wurde“, sagt Matthias Mänz.

Horst und Inge Möller hoffen nun, dass der Stalker die Einwohner nicht weiter belästigt. Die HNA-Berichterstattung über den Fall hatte ein großes Medieninteresse ausgelöst. Mehrere Fernseh- und Radiosender hatten sich bei Möllers gemeldet.

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