Streit um Windkraftanlagen bei Helsa: Städtische Werke bereit zu Gesprächen

Umstritten: Die Windräder sind rund 200 Meter hoch und weithin sichtbar. Foto:  Schindler

Helsa / Kaufungen / Kassel. Die Forderung der örtlichen CDU, die Zahl der auf den Höhen um Helsa geplanten Windkraftanlagen zu reduzieren, bleibt beim Investor Städtische Werke Kassel nicht ohne Resonanz.

Das Versorgungsunternehmen sei bereit, sich mit Vertretern der örtlichen Bürgerinitiative an einen Tisch zu setzen, erklärte Werke-Sprecherin Heidi Hamdad auf HNA-Anfrage.

Es gehe darum, „Planungen, Perspektiven und Einwände zu besprechen“. Die Bereitschaft, mit den Windkraftgegnern noch einmal zu reden, gehe auf eine Initiative von Helsas Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) zurück. Das Reizthema beschäftigte jetzt den Bauausschuss, im Herbst wird sich auch das Parlament insgesamt mit dem CDU-Antrag und den Protesten der Bürgerinitiative Lebenswertes Helsa beschäftigen.

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Darüber hinaus kündigte Hamdad weitere öffentliche Informationsveranstaltungen an. Ziel sei es, die Einwohner der Lossetalgemeinde erneut über die Pläne der Werke zu unterrichten. Man heiße zu diesen Veranstaltungen auch die Vertreter der Bürgerinitiative willkommen. Hamdad: „Informationen und Diskussionsbereitschaft sind bei jedem dieser Projekte unsere oberste Maxime.“

Zugeknöpfter geben sich die Städtischen Werke indes zu der konkreten Forderung der CDU nach deutlich weniger Windkraftanlagen. Wie berichtet, sind die Werke gegenwärtig konkret mit dem Projekt Rohrberg bei Hirschhagen beschäftigt. Dort sollen laut Sprecherin Hamdad nunmehr fünf Anlagen entstehen.

Darüber hinaus plant das Unternehmen neun Anlagen im Stiftswald zwischen Helsa und Oberkaufungen (Großer Belgerkopf und Bielstein) sowie weitere im Gebiet Moskau/Kreuzstein zwischen Wickenrode und Helsa. Für diese Bereiche laufen gegenwärtig die notwendigen Untersuchungen.

Auf die Kritik von CDU und Bürgerinitiative an der ihrer Meinung nach zu großen Zahl von Anlagen reagierte Werke-Sprecherin Hamdad gegenüber dieser Zeitung mit einer Gegenfrage: „Welche Zahl ist denn aus ihrer Sicht angemessen?“ Dem Unternehmen sei bislang keine konkrete Zahl genannt worden.

Angeheizt wird das Thema gegenwärtig auch durch die Pläne des Darmstädter HSE-Konzerns für zehn große Anlagen bei Großalmerode.

Von Peter Ketteritzsch

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