Gemeindehaushalt durch Konsolidierung und Schutzschirm wieder ausgeglichen

Helsa punktet beim Etat

Helsa. Die Kommunalpolitiker in Helsa können zufrieden sein: Auch im Nachtrag zum Haushalt 2013 kann die Gemeinde ein positives Ergebnis vorweisen. Der Etat ist ausgeglichen und weist einen Überschuss von 253 000 Euro auf. Der Nachtragshaushalt wurde jetzt in der Sitzung der Gemeindevertretung von allen Fraktionen verabschiedet.

Möglich wurde das Ergebnis laut Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) durch Einsparungen und Mehreinnahmen, darunter Schlüsselzuweisungen vom Land Hessen. Weitere positive Nachricht: „Es wurden weniger Kredite aufgenommen als getilgt wurden.“ Der Höchstbetrag der Kassenkredite wurde auf 500 000 Euro gesenkt (bisher 700 000 Euro). Es sind keine weiteren Steuererhöhungen und Veränderungen im Stellenplan vorgesehen.

„Es ist das erste Jahr unter dem Schutzschirm und wir haben einen ausgeglichenen Haushalt erreicht“, äußerte sich Timo Schröder (SPD) zufrieden.

„Erfreuliche Entwicklung“

Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Williges unterstrich die „erfreuliche Entwicklung“, die aber auch schmerzhafte Einschnitte für die Bürger mit sich gebracht habe. Unter anderem wurden die Grund- und die Gewerbesteuer erhöht. „Nur eine überparteiliche Zusammenarbeit hat diesen Kraftakt möglich gemacht. Wir müssen auch in Zukunft konsequent Disziplin üben und auch mal Nein sagen können“, sagte Williges.

Küthe brachte während der Sitzung auch den Gemeindehaushalt 2014 ein. Der Etat hat ein Volumen von 8,75 Millionen Euro. Die Ausgaben schlagen mit 8,73 Millionen Euro zu Buche. „Wir leben in vielen Bereichen an der Substanz“, sagte Küthe und verwies unter anderem auf die reduzierte Straßenunterhaltung. „50 Kilometer Straßen zu unterhalten, ist kein Pappenstiel.“ Deshalb will der Verwaltungschef nach Möglichkeit „keinen Investitionsstau aufkommen lassen“. Er hofft auch für 2014 auf ein leichtes Plus, das für Einzelprojekte genutzt werden könnte.

Die größte Investition im kommenden Jahr ist die Erneuerung der Trinkwasserversorgung für Sankt Ottilien. Die Kosten dafür liegen laut Küthe bei 700 000 Euro. 300 000 Euro davon sind im Haushalt 2014 eingeplant.

Ab 1. Januar 2014 wird die Gemeinde eine Zweitwohnungssteuer erheben. Auch das wurde einstimmig beschlossen. Ebenso einigten sich SPD, CDU und Grüne Liste Helsa darauf, den Bedarf in Krippenplätzen in der Gemeinde zu erheben. „Wir wollen ein attraktiver Lebensraum für junge Familien sein“, sagte Tina Schröder (SPD). (pke)

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