Freiwillige Feuerwehren in der Losse-Gemeinde waren 2013 stark gefordert

Helsaer rückten 165 Mal aus

Geehrt: Für ihren aktiven Dienst über viele Jahre bei der Feuerwehr wurden Herbert Siebert (von links), Katja Lindenborn, Peter Schlosser, Timo Schröder, Oliver Schröder und Torsten Löffler ausgezeichnet. Foto: Kothe

Helsa. Den immer größer werdenden Verwaltungsaufwand für die Feuerwehren kritisierte Helsas Gemeindebrandinspektor Timo Schröder während der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren in Helsa.

Ehrenamtlich sei dies kaum mehr zu bewältigen, sagte der oberste Brandschützer, der für die Feuerwehren in Helsa, Wickenrode, St. Ottilien und Eschenstruth verantwortlich ist. Die rückten im vergangenen Jahr zusammen zu 165 Einsätzen aus. Statistisch seien die 115 Einsatzkräfte der Gemeinde jeden Dritten Tag im Einsatz.

Erschwerend habe man im vergangenen Jahr den Status einer Tunnelfeuerwehr für die A44 erhalten und müsse seitdem auch zu Tunneleinsätzen an der A44 in den Werra-Meißner-Kreis mit ausrücken. Zurzeit fänden Schulungen im Schulberg-Tunnel bei Hessisch Lichtenau statt. „Die Einsatzgrundlagen sind hier völlig anders, hier wird erst gelöscht und dann gerettet“, erklärt Schröder. Ein weiteres einsatztaktisches Umdenken sei an der Tunnelbaustelle des Hirschhagentunnel, der seit Mitte vergangenen Jahres gebaut wird, erforderlich. Auch hier arbeite man sich in der Ausbildung langsam voran.

Neu angeschafft wurde im vergangenen Jahr ein Gerätewagen-Logistik, der in Eschenstruth stationiert ist. Dieses Fahrzeug könne flexibel mit Rollcontainern, etwa mit Schläuchen, beladen werden und sichere dadurch den Brandschutz im Laudenbachtal in Helsa mit ab, erklärt Schröder.

Die Jugendfeuerwehren der Gemeinde haben derzeit 59 Mitglieder, so Gemeindejugendwart Benjamin Blum. Während kreisweit die Mitgliederzahlen rückläufig seien, habe man in Helsa den Trend umgekehrt und Mitglieder gewonnen. Besonders profitiere die Jugendfeuerwehr von den Kinderfeuerwehren. Von den sieben Kinderfeuerwehren im Landkreis Kassel befänden sich zwei in Helsa und in Eschenstruth mit zusammen 28 Kindern zwischen 6 und 9 Jahren. In den vergangen sechs Jahren habe man 25 Kinder in die Jugendfeuerwehr überführt, berichtete Barbara Könecke.

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