Erste Sitzung der neuen Vellmarer Stadtverordneten – Magistrat wurde vergrößert – Grüne profitieren

Herber gibt weiter den Ton an

Einstimmig wiedergewählt: Stadtverordnetenvorsteher Gerald Herber. Foto: Stadt Vellmar/nh

Vellmar. Es war schon ein besonderer Augenblick am Montagabend in der Kulturhalle Niedervellmar: Einerseits trat die neue Stadtverordnetenversammlung zusammen, zum anderen jedoch begann damit die zehnte Legislaturperiode, seit Vellmar 1975 die Stadtrechte verliehen worden waren.

Ansonsten herrschte vor Beginn der Sitzung geschäftiges Treiben im Saal. Waren doch 14 der insgesamt 37 Sitze mit Parlamentariern besetzt, die im Zuge der Kommunalwahl neu in die Stadtverordnetenversammlung gewählt worden waren. Zehn der 37 Plätze sind von Frauen besetzt, das Durchschnittsalter der Versammlung stieg von 47 auf 51 Jahre.

In seiner Begrüßung wünschte sich Bürgermeister Dirk Stochla (SPD) „konstruktive Diskussionen und eine transparente Kommunalpolitik, um wieder mehr Bürger für die Politik zu interessieren“.

Einstimmig wiedergewählt wurde Gerald Herber zum Stadtverordnetenvorsteher, nachdem Ralph Burbank (CDU) als Altersvorsitzender die Wahl geleitet hatte. Auch für ihn war das ein besonderer Augenblick: Vor 40 Jahren, also 1971, gehörte der 76-Jährige zum ersten Mal der Stadtverordnetenversammlung an. „Die Basta-Politik war damals noch keine Mode“, übte er leise Kritik an der seiner Meinung nach herrschenden Atmosphäre im Parlament.

Danach ging es um organisatorische Änderungen: Auf Antrag der SPD wurde über die Änderung der Hauptsatzung der Magistrat von sieben auf neun Personen vergrößert. Vereidigt wurden: Peter Abel (SPD) als Erster Stadtrat, Reiner Weyers (SPD), Regine Braunen (SPD), Gerd Günther (SPD), Ralph Burbank (CDU), Renate Diwisch (CDU) und Marianne Sauer (Grüne). Wenn die Änderung der Hauptsatzung rechtskräftig ist, würden laut Listen der Parteien in den Magistrat Gerhard Persch (SPD) und Markus Morth (Grüne) nachrücken.

Zwei zusätzliche Sitze

Mit der Vergrößerung sollte laut SPD-Fraktionsvorsitzendem Hans Georg Trust dem Ergebnis der Kommunalwahl Rechnung getragen werden, nach dem die Grünen die Anzahl ihrer Sitze im Vellmarer Parlament verdoppeln konnten. Sie profitieren von der Vergrößerung des Magistrats und ziehen mit dann zwei Stadträten mit der CDU gleich. Auch die SPD bekommt einen Sitz dazu. Vereidigt werden die zwei zusätzlichen Vellmarer Stadträte aber erst in der nächsten Sitzung.

Von Stefan Wewetzer

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