Hermann-Josef Rapp: Naturpark Reinhardswald bedeutet Chance für die Region

Herz der Deutschen Märchenstraße

Mit Strahlkraft: Dornröschenschloss Sababurg als Symbol für eine märchenhafte Landschaft. Archivfotos: Vossen/nh

Reinhardshagen. Es gibt viele Argumente, die für einen Naturpark Reinhardswald sprechen. Die wichtigsten führte der pensionierte Forstbeamte Hermann-Josef Rapp beim Neujahrsempfang in Reinhardshagen an. Unterstützt durch eindrucksvolle Fotos von der Naturschönheit und weiterer reizvoller Merkmale unserer Region plädierte der Forstoberamtsrat a. D. für die Ausweisung eines Naturparks. Die Region Reinhardswald könne mit diesem Status ein wahrnehmbares Profil bekommen und im Wettbewerb der deutschen Vorzugslandschaften den Platz erhalten, der ihr zustehe.

Brüder Grimm als Lockstoff

„Die Leute schmelzen dahin, wenn ich andernorts Bilder vom Wesertal zeige – keine Eisenbahn, keine Autobahn und keine Hochspannungsmasten“, sagte Rapp. Die Region Reinhardswald sei für einen Naturpark prädestiniert. Naturparks seien großräumig und überwiegend Landschafts- oder Naturschutzgebiete, die sich für die Erholung eignen und in denen ein nachhaltiger Tourismus angestrebt wird. Die Landschaft, der Wald, alte Bäume und Alleen (Beberbeck), seltene Tier- und Pflanzenarten sowie Fließ- und Stillgewässer zeichneten die Region aus. Wie auch Burgen und Schlösser (Trendelburg, Sababurg), Bauwerke der Zeitgeschichte (Bad Karlshafen) oder Relikte ((historische Grenzsteine) und die Fachwerktradition. „Das Herz der Deutschen Märchenstraße liegt im Reinhardswald“, sagte Rapp. Die Brüder Grimm böten touristisches Potential von Weltniveau und die Sababurg, der Tierpark sowie der Urwald seien echte Kostbarkeiten.

Inzwischen habe sich der der Landkreis dem Projekt Naturpark angenommen, positive Beschlüsse aus den Kommunen lägen vor, beschrieb Rapp den aktuellen Stand. Die Haltung der Landesregierung, die eine Diskussion über das Projekt ablehne, sei nicht nachvollziehbar. Es gäbe Potential für ausreichend geschützte Flächen. Man müsse nur nachbessern.

„Denken wir an die Zukunft unserer Kinder und steuern wir in die richtige Richtung“, lautete sein Appell. Der große Applaus den der Vorreiter der Idee erhielt, sprach für sich. (ziv)

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