Mit Festgottesdienst vorgestellt: Alfred Hocke neuer Pfarrer in Obervellmar

Herz schlägt für die Jugend

Festgottesdienst: Während der neue Gemeindepfarrer Alfred Hocke (von links) durch Dekanin Carmen Jelinek und dem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Manfred Sander in sein Amt eingeführt wurde, dankten sie Pfarrerin Birgit Grimsel, die damit ihre Vakanzvertretung in Obervellmar beendete. Foto: Brandau

Vellmar. Das vergangene Jahr brachte der Kirchengemeinde Obervellmar einige Veränderungen. Nicht nur dass die Marienkirche aus dem 15. Jahrhundert aufwendig renoviert wurde und ihren alten Mittelgang zurückbekam. Auch die beiden Pfarrerinnen, die sich eine Pfarrstelle teilten, verließen die Gemeinde innerhalb weniger Monate.

Die Vakanzvertretung übernahm Birgit Grimsel, Pfarrerin im Ehrenamt. Jetzt wurde im Rahmen eines Festgottesdienstes der neue Gemeindepfarrer Alfred Hocke offiziell der Gemeinde vorgestellt. Das Interesse der Kirchenbesucher am Einführungsgottesdienst war groß, so groß, dass zusätzliche Stühle gestellt werden mussten. Trotzdem bekam nicht jeder Besucher einen Sitzplatz.

Vielleicht war es gut, dass man enger zusammenrücken musste, denn die neue Fußbodenheizung funktionierte wohl noch nicht wie gewünscht, und die Kälte kroch den Gottesdienstbesuchern in die Beine.

„Die Vakanzzeit ist zu Ende“, sagte Kirchenvorstandsvorsitzender Manfred Sander zur Begrüßung und dankte Pfarrerin Birgit Grimsel für ihre Arbeit in den vergangenen drei Monaten. Sie sei für die Gemeinde alles andere als ein Notnagel gewesen und hätte durchaus noch länger bleiben können, meinte Sander augenzwinkernd.

Mit einem Festakt wurde Pfarrer Alfred Hocke dann von Dekanin Carmen Jelinek offiziell in das Amt des Gemeindepfarrers von Obervellmar eingeführt. Der 51-Jährige war zuvor 14 Jahre Pfarrer in der St.-Marien-Kirche in Bad Sooden-Allendorf und wollte seiner bisherigen Gemeinde nicht noch einmal weitere 15 Jahre bis zu seiner Pensionierung zumuten, scherzte er lächelnd. Außerdem seien Veränderungen immer gut.

Während Bad Sooden wesentlich vom Kurbetrieb geprägt sei, freue er sich jetzt in Obervellmar vor allem auf die Kinder- und Jugendarbeit. Dafür schlage sein Herz. „Mein Abschied von der alten Gemeinde war schwer, aber herzlich und auch Mut machend“, erklärte der Pfarrer. Bereits vor wenigen Tagen war der 51-Jährige mit seiner Frau und zwei Kindern in das Pfarrhaus eingezogen. Obervellmar sei für ihn so etwas wie Liebe auf den ersten Blick gewesen, bestätigt der sympathische Seelsorger.

Ehefrau Katrin Wienhold-Hocke ist ebenfalls Pfarrerin und seit drei Jahren Oberin der Diakonissen und im Vorstand des Kasseler Mutterhauses tätig.

„Ich habe Respekt vor der Aufgabe, die nun vor mir liegt, denn meine Vorgängerinnen haben gute Arbeit geleistet. Damit mir das auch gelingt, brauche ich tatkräftige Unterstützung der Gemeinde und des Kirchenvorstandes. So können wir Schweres gemeinsam tragen und Schönes zusammen feiern.“

Von Werner Brandau

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