Britta Waldmann setzt sich für Vierbeiner aus Spanien ein – Auslauf für Podencos

Ein Herz für Windhunde

Das Foto mit Britta Waldmann entstand 2008 im Tierheim der Tierhilfe Fuerteventura. Foto: privat

STAUFENBERG. „Ich habe nie einen Hund aus dem Ausland gewollt“, sagt Britta Waldmann und lacht. Das nimmt man der 38-Jährigen jedoch nicht ab, wenn man sie zwischen ihren spanischen Hündinnen sitzen sieht und ihr zuhört, wie sie von den Verhältnissen in den spanischen Tierheimen erzählt. Die gelernte Journalistin nutzt ihre Urlaube, um sich mit dem Tierschutz im Ausland vertraut zu machen und setzt sich in ihrer deutschen Heimat für spanische Hunde ein.

Vor acht Jahren machte sich die Lutterbergerin nach einer mehrjährigen hundelosen Zeit wieder auf die Suche nach einem Vierbeiner. In den Tierheimen der Region schaute sie sich um und traf auf die mittelgroße, rauhaarige Hündin Gina, ein Podencomischling aus Spanien. Britta Waldmann wusste damals nichts über diese Rasse, und so fuhr sie ohne Hund nach Hause und begann sich zu informieren. „Es gab damals nur ein deutschsprachiges Buch zu Podencos, die in Spanien für die Kaninchenjagd gezüchtet werden. Das meiste habe ich mir aus dem Internet zusammengesucht. Ich ließ mich auf das Abenteuer ein, nahm Gina auf und bereute es nach ein paar Wochen schon wieder“, erzählt sie. Der damals zweijährige ehemalige Straßenhund wollte keine Treppen laufen, räumte regelmäßig die Mülleimer aus und ging seiner Leidenschaft, dem Jagen, nach. Nur durch intensives Training sei es ihr gelungen, zu einem normalen Zusammenleben mit Gina zu kommen, sagt die verheiratete Mutter einer elf Monate alten Tochter rückblickend.

Aktive Tierschützerin

Britta Waldmann besuchte in ganz Deutschland Seminare über die spanischen Windhunde wie Galgos und Podencos und lernte immer mehr Liebhaber der spanischen Vierbeiner kennen. Das brachte sie auf die Idee, regelmäßig Podenco- und Galgotreffen in Lutterberg zu veranstalten. Seit drei Jahren lebt neben Gina auch Podencohündin Yuki mit im Haushalt der Familie. Britta Waldmann ist zu einer aktiven Tierschützerin geworden. 2008 verbrachte sie ihren Urlaub auf Fuerteventura, um im dortigen Tierheim mitzuarbeiten. Für verschiedene Tierschutzorganisationen übernimmt sie Vorkontrollen bei Menschen, die sich für einen Hund interessieren.

„Vielleicht liegt es an meinem Beruf als Journalistin, dass ich auch über die Haltung der Podencos im Ursprungsland mehr wissen möchte. Ich würde gern einmal einen spanischen Jäger mit seiner Meute Podencos bei der Jagd begleiten“, sagt Waldmann, die nach zahlreichen Weiterbildungen vor zwei Jahren eine eigene Hundeschule gegründet hat. „Mir liegt die Wissensvermittlung sehr am Herzen und ich kann dabei auch die Interessen der Hunde vertreten“. (zpy)

Infos und Anmeldung unter www.podencogarten.de oder Tel. 05543/99 97 40.

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