Kaufunger Kindertheater präsentiert „König Drosselbart“ – Vorverkauf hat begonnen

Ein Herzog ohne Zähne

Höfisches Treiben: Die Darsteller des Kaufunger Kindertheaters bei den Proben zu König Drosselbart im Bürgerhaussaal. Rechts vorn ist Michael Bruske als Herzog ohne Zähne zu sehen. Fotos:  Wienecke

Kaufungen. „Erst kommt der Uhu und dann folgen drei Sekunden Pause“, erklärt Reinhard Zymzak vom Tontechnik-Team des Kaufunger Kindertheaters. Am Sonntag, 20. November, feiert das Märchen vom König Drosselbart im Bürgerhaus in Oberkaufungen Premiere.

Michael Bruske zieht bei den Proben seine neue Perücke auf, die er als Herzog trägt. Das strahlend weiße Lockenteil erweist sich als ausgesprochen kratzig. „Du musst sie einfach mal waschen“, rät ihm Axel Langhans, der den Marquis spielt. Auch er hält um die Hand der „Prinzessin Spitzzunge“ an. Marita Breitenfeld empfiehlt den Einsatz von Wollwaschmittel, um die Perücke weichzuspülen.

„Ich führe zum ersten mal Regie, Marita Breitenfeld unterstützt mich zum Glück dabei“, erzählt Hans-Georg Drabsch.

Dirk Brückmann stellt einen weiteren Bewerber um die Gunst der Prinzessin dar. „Der Fürst hatte bereits 15 Ehefrauen“, berichtet er und alles lacht. „Der König (Peter Grziwa) ist langsam pleite und will seine Tochter unbedingt an den Mann bringen“, erläutert Hans-Georg Drabsch. Vom Band kommen derweil unheimliche Geräusche, die Frösche quaken und Wind kommt auf. „Das ist für die Szene, in der die Prinzessin bei dem Bettelmann im Wald lebt und sich fürchtet“, meint Reinhard Zymzak.

„Meine Rolle ist sehr vielschichtig, zunächst ist die Prinzessin zickig, dann verständnisvoll und später richtig nett“, sagt Yvonne Ringer. Hendrik Ludolf spielt den König Drosselbart, der sich zeitweise als Bettelmann ausgibt.

Petra Kellner und ihre Tochter Jana (16) sind neu beim Kindertheater. „Ich habe zwei Rollen und trage ein Kleid aus der Gewandmanufaktur zur 1000-Jahr-Feier von Kaufungen“, verrät Jana Kellner.

Während der Herzog versucht, so zu sprechen, als hätte er keine Zähne, wird im Publikum gekichert. Auch auf das Bühnenbild mit Wald, Schloss und Garten dürfen sich die Zuschauer freuen.

Von Bettina Wienecke

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