Wegen Brücken-Arbeiten

Zwischen Kassel und Baunatal: Hier brauchen Autofahrer derzeit viel Geduld

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Rückstau: Zu den Stoßzeiten reiht sich vor der Ampel in Verlängerung der Konrad-Adenauer-Straße Auto an Auto. Bis Ende September sollen die beiden ersten Bauabschnitte dauern. Auch aus der Gegenrichtung gibt es lange Schlangen. Fotos: Kühling

Kassel/Baunatal/Schauenburg. Autofahrer, die zwischen Kassel und dem Bauna-Tal unterwegs sind, brauchen derzeit viel Geduld. Vor allem zu den Stoßzeiten staut sich der Verkehr oben an der A 44 zurück in beide Richtungen. Der Grund:

Die Brücke über die Autobahn - in Verlängerung der Konrad-Adenauer-Straße bei der Anschlussstelle Kassel-Wilhelmshöhe - wird saniert. Der Bund investiert 900.000 Euro.

Autos können derzeit nur auf einer Spur über die Brücke in Höhe des Baunsbergs rollen. Der Verkehr aus vier Richtungen wird in einem komplizierten Verfahren über eine Baustellenampel geregelt. Das sorge unter anderem für die langen Rückstaus, erläutert Horst Krumme von der Landesbehörde Hessen Mobil. Aufgrund des langen Straßenabschnitts, der über die Baustellenampel geregelt werde, komme es manchmal dazu, dass 30 Sekunden kein Auto fahren könne, so der Verkehrsexperte weiter. Eingebunden ist nicht nur die Konrad-Adenauer-Straße, sondern auch die Straße aus Richtung Nordshausen sowie der Autobahnanschluss.

Seit sechs Wochen laufen die Arbeiten zwischen Kassel und Baunatal. Die ersten beiden Bauphasen dauern laut Hessen Mobil bis Ende September. Vom 13. bis zum 30. Oktober wird dann noch einmal gesperrt, weil die Straße eine neue Asphaltschicht bekommt.

Bereits ab Samstag, 19. Juli, wird die aktuell angespannte Verkehrslage noch komplizierter. Dann wird zusätzlich der Rad- und Gehweg über die Brücke am Baunsberg gesperrt.

Radfahrer müssen sich in den Autoverkehr einreihen. Fußgänger - beispielsweise die zahlreichen Jogger aus Kassel - können überhaupt nicht mehr die A 44 überqueren. „Das wird vor allem für Leute aus Baunatal nicht ganz einfach“, sagt Radfahrer Walter Karger (63) aus Vellmar.

Eine Besserung der Situation ist indes nicht in Sicht. „Es ist ärgerlich“, sagt Horst Krumme. Man sei zwar weiter an dem Problem dran, „wir sehen aber noch keine Lösung“.

Von Sven Kühling

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