Start Mitte 2013 möglich

Neubaugebiet Über dem Krughofe ist fast voll, Valtensbreite wird erschlossen

Ab Mitte 2013 vermutlich baureif: Das Neubaugebiet Valtensbreite mit 56 Bauplätzen kann jetzt geplant werden, weil im benachbarten Krughofe weniger als zehn Plätze frei sind. Fotos: Stier

Nieste. Ein Glück, dass Nieste vorgesorgt hat: Wegen des allgemeinen Bevölkerungsschwundes will das Regierungspräsidium keine neuen Baugebiete mehr genehmigen. Die Valtensbreite am Ortsausgang Richtung Oberkaufungen ist aber schon vor zwei Jahren als Neubaugebiet beschlossen worden - wenn im Krughofe weniger als zehn freie Plätze noch verfügbar sind.

Das ist jetzt so: Laut Bürgermeister Edgar Paul (SPD) sind gegenwärtig nur noch vier Plätze frei, fünf Kaufoptionen liegen vor. Daher hat die Verwaltung das Grebensteiner Planungsbüro Schmidt damit beauftragt, die Aufstellung eines Bebauungsplanes vorzubereiten.

Zurzeit werden Verkaufsgespräche mit den Grundstückseigentümern geführt, die problemlos laufen. Ab Februar 2013 könnte nach Einschätzung Pauls Baurecht vorliegen, dann könnte mit den Erschließungsarbeiten der 4,4 Hektar großen Fläche begonnen werden. Vermutlich Mitte nächsten Jahres könnten die ersten der 56 Grundstücke bebaut werden.

Einen Quadratmeterpreis kann der Bürgermeister noch nicht nennen. Im Krughofe waren 75 Euro pro voll erschlossener Fläche fällig, allerdings liegt diese Preisgestaltung auch gut zehn Jahre zurück.

Es wird das letzte Neubaugebiet Niestes sein. Weil heute 1980 Menschen in der kleinsten Gemeinde Nordhessens leben, wird sie - wenn die Valtensbreite voll bebaut ist - erstmals in ihrer Geschichte die 2000-Einwohner-Marke überschreiten. Dafür reichen die vorhandene Infrastruktur wie Kindergarten, Grundschule, Brandschutz und Ähnliches mehr gerade noch aus.

Schon heute gebe es Nachfragen, vor allem aus den Nachbargemeinden Kaufungen und Niestetal, aber auch aus Kassel, Fuldatal und der Region. Die gewünschten Grundstücke werden dabei immer kleiner, meist zwischen 350 und 500 Quadratmeter. Paul: „Es soll nicht so viel kosten, und nur wenige haben Lust auf viel Gartenarbeit.“ Statt Kartoffeln gebe es lieber einen kleinen Pool.

Das starke Interesse an Nieste führt Paul auf einen Imagewandel des kompakten Dorfes zurück, der mitten im Gange sei. Die Nähe zu Kassel bei gleichzeitiger Einbettung in eine herrliche Landschaft ist wichtig. Der Aufschwung im sanften Tourismus mit Königsalm und Wanderschule habe Nieste weit über die Region hinaus bekannt gemacht. Alles sei überschaubar, und trotzdem seien die wichtigsten Dinge vorhanden. „Außer einer Tankstelle haben wir zum Beispiel alles fürs Auto im Dorf.“

Größtes Pfund aber: Nieste ist laut Kriminalstatistik seit drei Jahren der sicherste Ort im ganzen Landkreis mit den wenigsten Straftaten. Der Verwaltungschef: „Wir haben einfach eine Wohlfühlgröße, die immer mehr Menschen gut finden.“

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