Inhaber Gerd Köhler machte Hobby zum Beruf

KST in Ihringshausen: Hier schraubt der Chef selbst

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Offene Werkstatt: Gerd Köhler steht mit seinem Betrieb nicht nur für fachgerechte Reparaturen, sondern auch für Transparenz. Seine Halle ließ er vor sechs Jahren errichten.

Thema: Seit Ende 2007 wird das Gewerbegebiet Ihringshausen-West von der Gemeinde vermarktet. Es ergänzt das Gewerbegebiet Dörnbergstraße, das sich in der Mönchswiese in Ihringshausen fortsetzt und bereits weitgehend belegt ist.

In loser Folge stellen wir in unserer Serie Betriebe vor, die sich in den Fuldataler Gewerbegebieten angesiedelt haben.

Fuldatal. Reparaturen von A bis Z, vom Auspuff bis zur Zahnradwelle, stehen bei KST, dem Unternehmen von Gerd Köhler in Ihringshausen, auf dem Programm.

Vor 22 Jahren als Tuningschmiede in Kassel gegründet, versteht sich der Betrieb heute als Spezialist für Diagnosen und Reparaturen von Fahrzeugen aller Art.

Im Gewerbegebiet in Fuldatal-Ihringshausen fühlt sich der Kfz-Mechaniker, der seit 1996 Meister ist, sichtlich wohl. Nach zwei Umzügen innerhalb der Straße befindet sich die Werkstatt nun seit sechs Jahren in der Dörnbergstraße 30. „Ich schätze den Zusammenhalt zwischen den Betrieben hier“, sagt der verheiratete Vater eines fünfjährigen Sohns. „Darüber hinaus tausche ich mich mit Fachleuten von Betrieben in anderen Städten aus“, ergänzt er.

Werbeträger: Mit einem Gabelstapler wurde der Trabant auf die Garagen gehoben.

„Die Kunden kommen aus einem Umkreis von 30 Kilometern zu uns, manche bereits seit über 20 Jahren“, berichtet Gerd Köhler, der in seinem Betrieb von dem Kfz-Mechaniker Volker Teichert (52) unterstützt wird. „Manche sagen, ich wäre recht schnell“, sagt Gerd Köhler, der ursprünglich aus Calden stammt und sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Nachdem er als Jugendlicher ein Radio baute und ein kaputtes Mofa zum Laufen brachte, waren die beruflichen Weichen gestellt.

Der Inhaber und Firmengründer berät nicht nur, er schraubt auch selbst mit. Elektronik-Probleme, bei denen andere bereits aufgegeben haben, wecken seinen persönlichen Ehrgeiz. „Daran kann ich mich schon einmal festbeißen“, verrät der 48-Jährige.

Optisches Tuning durch Motorbauteile und tiefergelegte Fahrwerke sowie Chip-Tuning als technische Veredelung von Fahrzeugen gehören nach wie vor zum Angebot. „Bei sämtlichen Fahrzeugen ab dem Baujahr 2000 kann das Motormanagement über Kennfelder modifiziert werden“, erklärt Gerd Köhler. Dabei könne die Leistung um 20 bis 30 Prozent wachsen, der Benzinverbrauch um 0,75 bis einen Liter bezogen auf 100 Kilometer sinken. Die erforderlichen Gutachten können dann beim Stützpunkt der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation KÜS in der Nachbarschaft oder beim TÜV eingeholt werden.

Neben dem persönlichen Kontakt zum Kunden ist Gerd Köhler Transparenz wichtig. „Sie dürfen gern in unsere Werkstatt schauen“, sagt er. Auslesegeräte, die über Funkübertragung durch Bluetooth oder WLAN laufen, ermöglichen dort eine Fahrzeugdiagnose via OBD-Schnittstelle (On-Board-Diagnose).

Hintergrund: Betrieb startete 1991 in Kassel

1991 startete Gerd Köhler in Kassel, seit 1992 ist KST (Kasseler Tuning) im Gewerbegebiet Dörnbergstraße in Fuldatal ansässig. Der Betrieb beschäftigt sich mit Reparaturen von Fahrzeugen aller Art (auch amerikanische Fahrzeuge), optischem Tuning (Fahrwerke, Auspuffanlagen, Reifen und Felgen) und Chip-Tuning (Verbrauchsoptimierung und Leistungssteigerung). Neben Motorinstandsetzungen werden Beratungen bezüglich des Einbaus von Autogas- und Flüssiggasanlagen angeboten. (pbw) Kontakt: Gerd Köhler, KST, Dörnbergstraße 30, Fuldatal-Ihringshausen, geöffnet montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, Tel. 0561/ 981 24 33, Infos: www.kst-tuning.de

Von Bettina Wienecke

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