Harmonischer HNA-Lesertreff mit Bürgermeisterkandidat Dieter Lengemann

Hier ist Welt in Ordnung

Kleiner Saal, gut gefüllt: Die Zuhörer des Lesertreffs waren mit dem amtierenden Bürgermeister und Kandidaten Dieter Lengemann offenkundig zufrieden. Fotos: Socher

Fuldabrück. Hier ist die Welt in Ordnung. Diesen Eindruck musste man gestern Abend beim HNA-Lesertreff zur Bürgermeisterwahl in Fuldabrück bekommen. In fast familiärer Atmosphäre bei gut 40 Besuchern im Saal des Bürgerhauses in Bergshausen war von Konflikten nichts zu spüren.

Amtsinhaber Dieter Lengemann (SPD), einziger Kandidat für die Wahl am 27. März, präsentierte sich sachkundig und selbstbewusst. Stockte nur bei einer der Fragen, die ihm die HNA-Redakteure Peter Ketteritzsch und Holger Schindler stellten, die die Veranstaltung moderierten. Wer er denn gern wäre, wenn er mit jemandem tauschen könnte? „Wer hilft mir?“, fragte er in erster Reaktion, um dann bestimmt festzustellen: „Ich möchte nicht tauschen.“

Einziger Kandidat für den Chefsessel der knapp 9000 Einwohner zählenden Gemeinde, das war Lengemann auch vor sechs Jahren, als er zum ersten Mal antrat. Seitdem habe man gut zusammengearbeitet im Gemeindevorstand und auch in der Gemeindevertretung, sagt der 51-Jährige. Und auch viel erreicht. Da muss einer wie er, der in Dittershausen geboren wurde und in der Gemeinde fest verankert ist, nicht um seine Position bangen.

Über 800 Gewerbebetriebe gibt es in den Ortsteilen, die Fuldabrück zu einer der wohlhabenden Gemeinden im Landkreis machen. Aber trotz Gewerbesteuereinnahmen von kalkulierten 5,8 Millionen Euro in diesem Jahr könne man den Haushalt nicht ausgleichen, steht ein Fehlbedarf von 650 000 Euro zu Buche. Auch wegen 1,9 Millionen Euro an Abschreibungen.

Sparen lasse sich aber nur wenig, „der Spielraum ist dermaßen eng“, sagt Lengemann. Auch weil Bund und Land immer neue Abgaben erfänden und Aufgaben verordneten, die die Gemeinde belasten.

Die Jugendarbeit und die Verbesserung der Kindertagesstätten - auch konzeptionell -, das sind Themen, denen sich Lengemann in einer zweiten Amtszeit widmen will. Und er will sich verstärkt um ältere Menschen kümmern. Daher halte er auch an dem Projekt betreutes Wohnen im Zentrum Dörnhagens fest. Und er will zu den 3500 bestehenden Arbeitsplätzen weitere schaffen, indem Flächen für Ansiedlungen zur Verfügung gestellt werden. Ein weiteres Ziel habe es schon vorher gegeben, aber vor dem Eindruck der Ereignisse in Japan soll in Fuldabrück verstärkt auf regenerative Energien gesetzt werden.

Mit einer starken SPD im Rücken ist eine Wiederwahl wahrscheinlich. Dennoch betreibe er engagiert Wahlkampf, um eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen, sagt Lengemann. Der weiß sich mit seinen Bürgern im Einklang und mit sich im Reinen. Den Satz, „wer sagt, Bürgermeister ist ein Traumjob ...“, vervollständigt er ohne Zögern: „... dem stimme ich zu“. ARTIKEL RECHTS

Von Michael Schräer

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