Auf ehemaligem Kasernen-Gelände wird bald scharf geschossen

Baunatal. Auf dem Gelände der ehemaligen Loh-Kaserne bei Rengershausen entsteht zur Zeit eines der modernsten Polizei-Trainingsgelände Europas.

Wenn Polizisten in einer Wohnung nach einem Verdächtigen suchen, dann müssen sie mit allem rechnen. Hinter jeder Wand, neben jeder Tür kann plötzlich ein Angreifer hervorkommen. Möglicherweise mit einer Waffe in der Hand. Richtig darauf zu reagieren, das muss hart trainiert werden. Bald auch in Baunatal. Denn dort entsteht eines der modernsten Polizei-Trainingszentren Europas.

Das neue Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Loh-Kaserne bei Rengershausen wird mit viel Technik ausgestattet. „Da ist nichts von der Stange“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch. Sämtliche Kabel in den drei Schießanlagen werden mit Platten aus hochverschleißfestem Stahl verkleidet. So können die Stränge nicht von Kugeln zerschmettert werden. Die Löcher für die Kabelverbindungen durch die Stahlteile können nicht einfach - wie sonst üblich - auf der Baustelle gebohrt werden, ergänzt Projektleiter Michael Kröger. Weil das Material so hart sei, müssten diese per Laser in der Fabrik vorgefertigt werden. Korrekturen im nachhinein sind nahezu unmöglich.

Kugelsicherer Regieraum

600 Kilogramm wiegt allein eine Scheibe, die die Trainer im Regieraum oberhalb der größten Schießbahn vor Kugeln schützt. Nicht nur eine dieser Monsterscheiben wird vor den Raum gesetzt, erläutert der Projektleiter. Eine zweite Scheibe hinter der Schusssicherung sorge für zusätzlichen Lärmschutz.

Der Projektleiter geht davon aus, dass das Zentrum Ende des Jahres fertig ist. Er rechnet mit Kosten von mindestens zehn Millionen Euro.

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Rubriklistenbild: © Kühling

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