Feuerwehr Helsa verfügt über neuen Einsatzleitwagen mit verbesserter Ausrüstung – Kosten: 70 000 Euro

Hightech-Schreibstube auf vier Rädern

Koordination von Einsätzen: Helsas Wehrführer Reiner Kohlhaase (von links), Gemeindebrandinspektor Timo Schröder, Florian Brinckmann und Thomas Lenz (stellvertretender Gemeindebrandinspektor) sind froh über den neuen Einsatzleitwagen. Foto: Kothe

Helsa. Helsas Feuerwehr leitet ihre Einsätze jetzt von einem neuen Einsatzleitwagen aus. Das ELW 1 genannte Fahrzeug ist offiziell an die Blauröcke übergeben worden. Seit Dezember fährt es bereits bei Einsätzen mit.

„Wir haben jetzt die technische Ausrüstung, mit der wir Einsätze noch effektiver lenken und koordinieren können“, sagte Gemeindebrandinspektor Timo Schröder. Habe es bisher nur einen Tisch mit je einem Funkgerät für 2-Meter und 4-Meter Band im alten Fahrzeug gegeben, könne man nun auf je zwei fest eingebaute Funkgeräte zurückgreifen. Gerade bei Großschadenslagen sei dies eine enorme Hilfe, meinte Helsas oberster Brandschützer.

Ergänzt wird die neue Ausrüstung durch eine Telefonanlage, einen Multifunktionsdrucker mit Fax und reichlich Ablage- und Arbeitsfläche.

Als Fahrgestell dient ein Mercedes Vito, der Platz für vier Einsatzkräfte hat, die ihre Sitze an einen zentralen Arbeitstisch anordnen können. Im Heck sind Staufächer, eine Ablageplatte für Kartenmaterial und eine große Magnettafel untergebracht. Hier können Lagebesprechungen erfolgen. Ein Notebook mit Internetzugang ergänzt die Ausrüstung.

Im Vorfeld der Bestellung sind Einsatzleitwagen umliegender Feuerwehren besichtigt worden, was am Ende den Zuschlag für den Mercedes sowie den Innenausbau durch die Firma Bosch-Wagner bewirkte.

Mit 70 000 Euro Gesamtkosten habe man jetzt ein Fahrzeug auf Höhe der Zeit, das problemlos für den Digitalfunk umgerüstet werden kann. Dessen landesweite Einführung verzögert sich seit Jahren.

Schröder ist sichtlich zufrieden mit dem neuen Einsatzleitwagen: „Der alte Ford Transit war 22 Jahre im Dienst und wäre nur mit großen Reparaturen durch den TÜV gekommen. Mit dem neuen Fahrzeug sind wir fit für die nächsten 20 Jahre.“ Man sei jetzt auch für das bergige Gelände in der Gemeinde besser aufgestellt, denn der Mercedes verfüge über Allradantrieb, Automatikgetriebe und 168 PS Motorleistung.

Eine Anekdote zum Fahrzeug konnte Schröder bei der Einweihung bereits erzählen. Die Übergabe war ursprünglich für November geplant, doch der vierwöchige Werksurlaub im spanischen Produktionswerk Barcelona machte dem einen Strich durch die Rechnung: „Der Wagen stand fix und fertig die vier Wochen dort, konnte aber nicht abgeholt werden, weil wirklich keiner da war.“ Umso glücklicher sei er jetzt, dass sich das Fahrzeug seit seiner Auslieferung an die Feuerwehr in mehr als zehn Einsätzen schon gut bewährt hat.

Mit dem neuen Einsatzleitwagen wurden auch 25 neue Einsatzjacken überreicht. Diese sollen die über 15 Jahre alten Brandschutzjacken ersetzen und den Atemschutzgeräteträgern einen besseren Schutz bieten. (zko)

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