DRK Kassel-Land zieht nach dem Umzug Bilanz im Kleiderladen

Hilfe nimmt deutlich zu

DRK-Kleiderladen läuft gut: Im Angebot gibt es auch Übergrößen-Kleidung, die DRK-Kreisvizechef Dieter Michel (von links) und Unternehmer Herbert Wagner, der die Jeanshosen und andere übergroße Kleidung spendete, präsentieren. Daneben HGV-Vorsitzende Silke Geule-Himmelreich und Kerstin Fuchs (rechts), Leiterin des Kleiderladens. Foto: Hobein

Fuldatal. Es war für den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Kassel-Land eine gute Entscheidung, den Kleiderladen im vorigen Jahr von der Kreisgeschäftsstelle im Ihringshäuser Weddel 10 in das Zentrum des Ortes zu verlegen. Das meint DRK-Kreisvizechef Dieter Michel in einer ersten Bilanz. Und: „Wir haben jetzt eine wesentlich bessere, publikumswirksamere Geschäftslage.“

Es werde ein breiteres Sortiment in dem angemieteten Laden Veckerhagener Straße 108 vorgehalten, je nach Jahreszeit an Winter- und Sommerkleidung, Schuhen sowie Kinderkleidung.

Die Zahl der betreuten, bedürftigen Menschen, die sich im DRK-Kleiderladen versorgten, hat sich gegenüber der früheren Geschäftslage mehr als verdoppelt, sagt Michel. Im Jahr 2007 waren es 1575 Personen mit 7400 ausgegebenen Stücken. 2010 stieg die Zahl auf 3512 Personen und die der Kleidungsstücke und Schuhe, die die Mitarbeiterinnen im DRK-Kleiderladen vermittelten, auf 12 000. Hiervon für Damen 3700, Kinder 3000, Herren 2100, Schuhe 1100 und Sonstiges 2100 Stück.

Auch für große und kräftigere Menschen gibt es im Kleiderladen jetzt ein Angebot. Der Fuldataler Unternehmer Herbert Wagner hat dem DRK über 100 neue Jeanshosen, 30 Hemden sowie Pullover im Gesamtwert von über 10 000 Euro in Übergrößen übergeben, die aus Restbeständen seines aufgelösten Geschäftes stammen.

Hierfür dankte Michel, aber auch den vielen anderen Unterstützern, die dem DRK nicht mehr benötigte Kleidung spenden, die gegen eine kleine Spende an Hilfsbedürftige weitergegeben wird. Mit dem Angebot wolle man keine Konkurrenz zu den örtlichen Gewerbetreibenden schaffen. „Die erzielten Einnahmen decken noch nicht die Kosten für den Laden und das Personal“, betont der stellvertretende Kreisvorsitzende.

Der Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) Fuldatal unterstütze das Angebot des Roten Kreuzes, sagt die Vorsitzende Silke Geule-Himmelreich. So habe man bei der Straßenkirmes für Kleiderspenden geworben. Auch beabsichtigt der HGV zusammen mit dem Kleiderladen eine Art Kinderbörse zu veranstalten, um auf den Bedarf an Kinderkleidung aufmerksam zu machen.

Für Michel hat sich die Einrichtung des Kleiderladens in der Ortsmitte von Ihringshausen bewährt. „Der sozialpolitische Aspekt, Hilfe für Bedürftige zu gewähren, ist voll und ganz erreicht worden.“ (phk)

Kleiderspenden können an der Kreisgeschäftsstelle in Ihringshausen, Weddel 10, (auch im Kleidercontainer) oder während der Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 12 Uhr sowie Dienstag zusätzlich von 14 Uhr bis 18 Uhr) im Kleiderladen abgegeben werden.

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