Ahnatalerin startete Spendenaufruf für Hilfe auf den Philippinen

+
Spenden für die Philippinen: Heidi Al-Safau will die Arbeit des Christlichen Hilfswerks Nehemia unterstützen.

Ahnatal. Als Heidi Al-Safau die Bilder der Zerstörung sah, die der Taifun Haiyan auf den Philippinen angerichtet hat, da stand für die Ahnatalerin fest: Ich will helfen. Nur zu gern wäre sie ins Katastrophengebiet gereist, um dort die Soforthilfe und den Wiederaufbau tatkräftig zu unterstützen.

Doch ein gebrochener Fuß bremste sie aus.

Tatenlos wollte die Ahnatalerin trotzdem nicht bleiben. Und so dachte sie sich, „ich kann ja wenigsten eine Spendenaktion machen“. Gesagt, getan – im Auftrag des Christlichen Hilfswerks Nehemia verteilt sie derzeit Plakate und Flyer in Ahnatal und anderen Gemeinden und wirbt um Unterstützung für die Arbeit von Nehemia auf den Philippinen.

Hilfseinsätze in verschiedenen Teilen der Welt sind für die 65-Jährige nichts Neues. 15 Jahre lang hat sie für Nehemia als Missionarin in Nord-Indien gelebt und gearbeitet, und auch auf den Philippinen war sie schon im Einsatz.

Aktualisiert um 10.50 Uhr

„Besonders wichtig ist Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt sie. Und erzählt begeistert davon, wie sie gemeinsam mit einem ganzen Dorf in Indien eine Schule gegründet hat. „Alle haben mit angefasst, eine Straße gebaut, Wasserrohre verlegt und das Gebäude errichtet.“ Seit Mai ist Heidi Al-Safau nun im Ruhestand. Doch viel Ruhe gönnt sie sich nicht. Nach wie vor ist die gebürtige Ahnatalerin, die auch 20 Jahre im Irak gelebt hat, viel auf Reisen. Die Projekte in Indien betreut sie weiter, zudem hält sie oft Vorträge über ihre Arbeit. „Irgendwas muss ich immer machen“, erklärt die Mutter zweier erwachsener Söhne. Und so verwundert es nicht, dass sie sich mit ganzer Energie der Spendenaktion widmet.

Mitarbeiter von Nehemia sind vor allem auf der philippinischen Insel Botigues im Einsatz, wo etwa 640 Familien leben. Als erstes stand Soforthilfe auf dem Programm, etwa die Verteilung von 20 Tonnen Lebensmittel.

Gemeinsam mit den Einheimischen will sich das Hilfswerk aber auch um den Wiederaufbau kümmern. Dazu gehört die Instandsetzung der Häuser, die Reparatur der Fischerboote und der Wiederaufbau der Seegras-Farmen, die neben dem Fischfang die Lebensgrundlage der Einwohner sichern. Auch eine mobile Klinik hat Nehemia im Einsatzgebiet errichtet.

Dass sich die Arbeit lohnt, steht für Heidi Al-Safau außer Frage. „Es ist schön, wenn man nachher sieht: Es ist etwas draus geworden.“

Kontakt: Heidi Al-Safau, Telefon: 0 56 09/80 84 29.

Spendenkonto: Nehemia Christliches Hilfswerk, Evangelische Kreditgenossenschaft, Bankleitzahl: 520 604 10, Kontonummer: 4001508, BIC: GENODEF1EK1, IBAN: DE56 5206 0410 0004 0015 08.

Von Meike Schilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.