Baunataler Verein zeigt mit Kunstpromenade hinter Schaufenstern Flagge - Bald eigenes Domizil

Hingucker locken in die Stadt

Farbentraum in Schaufenstern: Renate Stietz, Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, und 14 ihrer Kolleginnen stellen in der Baunataler City aus. Ihre Werke sind in 39 Geschäften zu bewundern. Fotos: Dilling

Baunatal. Die Stadt Baunatal hat viele kreative Geister, die ihr Talent mit Öl- und Pastellfarben oder auf Aquarellgemälden ausleben. Seit dem Wochenende zeigen 15 Hobbymalerinnen mit 100 Werken in den Schaufenstern von 39 Geschäften der Baunataler City Flagge.

Der 2011 gegründete Kunst- und Kulturverein Baunatal lädt bis 13. Juni zur Kunstpromenade durch die Innenstadt ein. Eröffnung war auf der Rathaustreppe mit Live-Musik von Jugendlichen der Baunataler Musikschule.

Mit dem Bezug einer von der Stadt Baunatal vermieteten 86 Quadratmeter großen Wohnung an der Altenbaunaer Straße 45 hat der Verein nun auch sein großes Ziel eines eigenen Domizils erreicht. Die Stadt gebe im Gegenzug einen jährlichen Zuschuss von 5000 Euro, sagt die Vereinsvorsitzende Renate Stietz. SDie 34 Mitglieder renovieren demnächst diese Wohnung. Man werde ein Büro, eine Werkstatt und einen Ausstellungsraum einrichten, berichtet sie. Außerdem könnten dort Vorträge veranstaltet werden. Im Sommer solle feierliche Eröffnung sein.

Stietz selbst ist mit zahlreichen Werken vertreten, mit eindrucksvollen Küstenlandschaften, aber auch mit gewagten abstrakten Motiven. Ksenia Filipovic beeindruckt in der Glaspassage mit der gemalten Geschichte der Flucht eines Mädchens, das zwangsverheiratet werden sollte.

Die Kirchbaunaer Sozialpädagogin Barbara Krauß gibt ihr Debüt mit filigranen Engeln aus Holz und Gips im Herkules-Markt. Rosemarie Stahlberg hat ihre Urlaubsreminiszenz vom Frankenbrunnen im Odenwald mit Ölfarben verewigt, zu bewundern in einem Geschäft hinter der Stadthalle. Karin Stellmachs Bilder von Blumen und Schmetterlingen ziehen die Blicke der Passanten am Europaplatz auf sich.

Sabine Fischer-Banze und Carola Gusto zeigen ihre farbenfrohen Bilder in Apotheken. Die Promenade beeindruckt vor allem durch die Vielfalt der Stilrichtungen und Themen. Etwas enttäuscht waren die Künstlerinnen, dass sie noch nicht die Schaufenster an der Postgasse nutzen können. Dort sei man nicht rechtzeitig mit der Elektrik fertig geworden, hieß es vonseiten des Vereins. Die Promenade endet am 14. Juni mit einer Kunstmesse in der Glaspassage, bei der ausgestellte Bilder gekauft werden können.

Von Peter Dilling

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