VR-Seminarzentrum in Baunatal will noch mehr externe Gäste locken – 153 Zimmer mit Dreisternekomfort

Hinter den Türen steckt ein Hotel

Kunst gehört zum Konzept: Diese Skulptur steht im Innenhof des VR-Zentrums, im Hintergrund ein Teil des großzügig verglasten Seminartrakts. Fotos: Jünemann

Baunatal. Hier gibt es mehr Türchen als die 24 des Adventskalenders, so um die 200 – genau gezählt haben wir sie nicht. Aber wir öffnen symbolisch einige Eingänge im VR-Seminarzentrum Baunatal, dessen Innenleben wenig bekannt ist: Unter anderem verbergen sich hinter den Pforten ein bundesweit genutztes Dreisternehotel mit 153 Zimmern und 30 Tagungsräumen, davon einige komplett mit PC-Arbeitsplätzen bestückt.

VR-Seminarzentrum, dieser Name bezeichnet eine Schulungsstätte des genossenschaftlichen Verbandes der Volks- und Raiffeisenbanken, davon leitet sich die Abkürzung VR ab. Doch längst nicht nur Banker werden aus- und fortgebildet. „Bei uns können Sie alles machen“, sagt Leiter Klaus Scheven und meint damit: Das Haus setzt auf noch mehr externe Nutzer nach dem Beispiel von VW, bislang der größte Kunde.

Stärkere Vermarktung

Das VR-Zentrum will daher die Vermarktung in eigener Sache forcieren, durch Flyer und Werbung im Internet. Auch, um die Monostruktur stärker aufzubrechen, sprich: Die Abhängigkeit von den Genossenschaftsbanken. Denn dort stagniert der Schulungsbereich.

Selbst Hochzeiten oder andere private Feiern seien in den Räumen möglich, sagt Scheven.

Er zählt auf, was schon alles im VR-Zentrum lief, dessen Aushängeschild die große verglaste Aula zur Bahnhofstraße hin ist: Produktmessen, Blutspende, Fahrradbörse, Bürgerinformation. Beim Landesturnfest 2008 in Baunatal befand sich hier eine wichtige Schaltstelle, beim geplanten Vierländerturnier von U-17-Nationalteams im September wird hier der Standort von Kickern und Organisatoren sein.

18 000 Tagungsgäste durchlaufen pro Jahr den Komplex, zwei Drittel davon aus dem VR-Bereich. Bei unserem Besuch sind unter anderem Mitarbeiter des Lebensmittel-Anbieters apetito zu Gast, die kommen aus Freiburg, Osnabrück und vielen anderen Orten der Republik.

Scheven ist stolz auf die Zertifizierung des Hoteltrakts, dem vom Hotel- und Gaststättenverband Dreisternekomfort superieur attestiert wird. Wobei die Räume zweckmäßig eingerichtet sind, Bett, Sessel, Schreibtisch, Stuhl, Fernseher und selbstverständlich Internet-Zugang. Alle Zimmer mit weiß gefliestem Bad sowie Terrasse oder Balkon.

Diesem puristischen Stil will das VR-Zentrum künftig viel Farbe, mehr Bilder, neues Mobiliar und südlich inspirierte Lockerheit gegenüberstellen. Scheven: „Wir wollen ein Wohlfühlambiente realisieren.“ Deshalb tummeln sich zurzeit Baufirmen im Haupthaus. Der Lobby- und Foyerbereich wird neu gestaltet, eine Lounge mit Stehtheke kommt, Restaurant und Bistro im Rundbau erhalten ein neues Gesicht.

300 000 Euro werden investiert. Die Aufträge seien ausschließlich an regionale Firmen gegangen, betont Scheven. Im Februar soll alles fertig sein. In der Hoffnung, dann noch mehr Gäste anzulocken.

www.vr-seminarzentrum.de

Von Ingrid Jünemann

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