Parlament entschied über Nachschlag für Schwimmbad-Sanierung – Lohfelden muss 63 750 Euro mehr zahlen

Hitzige Diskussion über Kostenbeteiligung

Birgit Kaiser-Wirz

Lohfelden. Die Sanierung des Hallenbads an der Regenbogenschule in Lohfelden wird teurer als erwartet.

826 000 Euro hatte die Gemeinde Lohfelden dem Landkreis Kassel vor einem Jahr als Kostenbeteiligung für die Generalsanierung des Schwimmbades zugesagt. Jetzt hat der Kreis einen Nachschlag von 63 750 Euro angefordert, weil unvorhersehbare Schäden an der baulichen Konstruktion des Gebäudes zusätzlich behoben werden mussten. Der Beteiligungswunsch des Schulträgers löste in der Sitzung der Gemeindevertretung Lohfelden am Donnerstag teilweise heftige Reaktionen aus.

„Der Schwarze Peter liegt nicht bei uns“, sagte Birgit Kaiser-Wirz (CDU). Der Landkreis habe das Hallenbad „vergammeln“ lassen und müsse selbst für die Sanierung aufkommen. Schließlich zahle man eine Schulumlage, sagte die Gemeindevertreterin.

Auch Tobias Geismann empfindet die Mehrkosten als ärgerlich. In der Generalsanierung liege jedoch eine große Chance, sagte der SPD-Sprecher, weil das Lehrschwimmbad so für Lohfelden und für die Vereinsarbeit der DLRG erhalten bleibe. Bürgermeister Michael Reuter (SPD) warb für die Kostenübernahme. Das Geld sei für die Schwimmausbildung der Kinder und die Körperertüchtigung erwachsener Einwohner gut angelegt. Bei der Sanierung älterer Gebäude könne man selten eine Kostengarantie abgeben, sagte der Verwaltungschef.

Bernd Hirdes (SPD) bezeichnete das Verhalten der CDU als vereinsfeindlich. Diesen Vorwurf wies Birgit Kaiser-Wirz zurück.

Am Ende stimmte das Parlament der zusätzlichen Kostenbeteiligung für die Schwimmbadsanierung mit den Stimmen der SPD, der Unabhängigen Liste (U2L) und Teilen der Grünen-Fraktion zu. (ppw)

Archivfoto: Koch

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