HNA-Lesertreff stellte die drei Kandidaten zur Rathaus-Wahl in Schauenburg vor

Optimistisch: Eingerahmt von den HNA-Redakteuren Sven Kühling (links) und Ingrid Jünemann (rechts) präsentierten sich die Kandidaten (von links) Martin Hühne (SPD), Ursula Gimmler (CDU) und Gerhard Schaumburg (Offensive).

Schauenburg. Eines ist sicher: Die Bürgermeisterwahl in Schauenburg wird diesmal deutlich übersichtlicher als vor sechs Jahren. Damals traten sechs Kandidaten an, am 27. März sind es nur drei.

Beim HNA-Lesertreff am Donnerstagabend in Elgershausen sorgten die beiden HNA-Redakteure Ingrid Jünemann und Sven Kühling mit einem informativen Abend für weitere Orientierung.

HNA-Lesertreff stellte die drei Kandidaten zur Rathaus-Wahl in Schauenburg vor

Ein erstes Fazit: Inhaltlich liegen die amtierende Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) und ihre beiden Herausforderer Martin Hühne (SPD) und Gerhard Schaumburg (Offensive) gar nicht so weit auseinander. Kein Wunder, sind die finanziellen Möglichkeiten in Schauenburg doch äußerst bescheiden.

Weitgehend einig waren sich die Kandidaten, dass bei den Ausgaben kaum noch etwas einzusparen ist, die Einnahmen müssten erhöht werden, so das Credo. Auch eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen sehen alle als sinnvoll an.

Die 400 Schauenburger im voll besetzten Elgerhaus konnten mitverfolgen, dass es eher die Politikkonzepte sind, worin sich die Kandidaten unterscheiden. So setzt Gimmler auf ein beherztes Weiter-so. Sie steht für eine pragmatische Politik, die froh ist über zusätzliche Einnahmen, auch wenn sie aus einer neuen Spielhalle im Gewerbegebiet stammen. Ein Dorfgemeinschaftshaus wie in Breitenbach, das an 300 Tagen leer stehe, sei nicht notwendig. Und dass die Straßenlaternen in tiefer Nacht ausgeschaltet sind, finde sie nicht schlimm.

Ganz anders Martin Hühne, der frühere Grüne aus Baunatal, der für die SPD antritt. Er will frischen Wind mitbringen, eine Genossenschaft und eine Ehrenamtsbörse gründen, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, im Dorf ihre Fähigkeiten einzubringen. Dorfgemeinschaftshäuser in jedem Ortsteil sind für ihn unabdingbar. Und Familienfreundlichkeit will er nicht auf junge Familien begrenzt sehen, sondern den gesamten Lebenszeitraum bis ins hohe Alter einbeziehen.

Auf Aufbruch, allerdings weniger konkret, setzte auch Gerhard Schaumburg, der Erfinder und Chef der Offensive, der vor sechs Jahren schon einmal kandidierte. Die Offensive sieht er als Kernmannschaft und Motor für Veränderungen in Schauenburg. Die Bürger will er mehr beteiligen, die Dörfer für Familien attraktiver machen. Die geplante Spielhalle treibt ihm da die „Zornesröte ins Gesicht“.

Die Messlatte für den Wahlabend hängten die Kandidaten hoch: „Ich will Gold holen“, sagte Schaumburg, der auf eine Entscheidung in der Stichwahl setzt. Auch Hühne will als Spitzenreiter in die zweite Runde gehen. Ursula Gimmler glaubt gar an einen Sieg mit 51 Prozent im ersten Wahlgang.

Die Orientierung steht, doch der Ausgang ist offen. Am 27. März wissen wir mehr.

Von Holger Schindler

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.