Kommentar zur Windkraft: Die Akzeptanz sinkt

Die Akzeptanz für den Bau neuer Windparks in Hessen sinkt rapide. Das zeigt das Beteiligungsverfahren beim Regierungspräsidium Kassel. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Holger Schindler.

Mit 32.000 Einwendungen meldeten fast doppelt so viele Bürger ihre Einsprüche an wie in der ersten Beteiligungsrunde vor zwei Jahren. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Windräder stetig zu. Die Schere geht also immer weiter auseinander.

Nicht alle sind gegen den massiven Ausbau der Windkraft. Der Widerstand formiert sich – verständlicherweise – vor allem in Orten, die stark belastet werden: im Reinhardswald etwa und in Helsa. Dort sollten ursprünglich rund um den Ort 23 Windräder errichtet werden. Dank des neu eingeführten Umzingelungsverbots sollen es nun nur 22 werden. Zugeständnisse dieser Art reichen jedoch nicht aus, um die Kritiker zufriedenzustellen.

Nun will die Regionalversammlung nachlegen: Sie appelliert an die Landesregierung, die betroffenen Gemeinden zu 30 Prozent an den Pachteinnahmen zu beteiligen. Dann würde als Ausgleich für die Belastungen wenigstens Geld in die betroffenen Kommunen fließen. Die bisherige Linie des Landes, landesweit für alle Kommunen insgesamt eine Million Euro zur Verfügung zu stellen, ist absolut nicht ausreichend. 

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