Kommentar zu gefährlichen Listenhunden: Die Schuld liegt beim Halter

In der Hundeverordnung ist geregelt, welche Auflagen Halter von Listenhunden einhalten müssen. Trotzdem werden immer wieder Tiere sichergestellt, die als gefährlich gelten. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Alia Shuhaiber.

Zehn Hundrassen gelten laut Hundeverordnung als gefährlich. Doch warum werden Staffordshire-Terrier, Pitbull und Co. umgangssprachlich als Kampfhunde bezeichnet? Sind diese Rassen wirklich von Natur aus bösartig? Nein, Listenhunde sind nicht grundsätzlich gefährlich. Die Wahrscheinlichkeit, von einem Dackel oder einem Schäferhund gebissen zu werden, ist sogar deutlich höher. Leider werden Listenhunde nur allzu oft von einem bestimmten Klientel als „fragwürdiges Statussymbol“ missbraucht. Schwache Persönlichkeiten fühlen sich offensichtlich deutlich stärker mit einem muskelbepackten Vierbeiner an ihrer Seite.

Wenn ein Hund zubeißt, ist das meistens ein Zeichen für Unsicherheit. Und ein Hund mit wenig Selbstvertrauen braucht einen liebevollen, aber konsequenten Halter, der ihm die nötige Sicherheit gibt. Schwache Persönlichkeiten, die sich über ihre „Waffe“ an der Leine profilieren und dadurch stark fühlen, sind aber nicht in der Lage, ein sensibles Tier artgerecht halten und lenken zu können.

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