Kommentar zu den helfenden Asylbewerbern in Helsa

Vier Flüchtlinge helfen in Helsa bei der Restaurierung der historischen Gaststätte "König von Preußen". Andere Gemeinden sollten es genauso machen, findet HNA-Volontärin Nina Nickoll.

Sie sind lernwillig und haben die Flucht aus einem Land wie Eritrea, wo willkürliche Inhaftierungen und systematische Folter gängig sind, überstanden. Jetzt helfen vier Asylbewerber in Helsa bei der Restaurierung eines Baudenkmals mit.Ihr Beispiel sollte auch in anderen Kommunen Schule machen. Denn die typischen Vorbehalte, auf die Asylbewerber oft stoßen, dass es Verständigungsprobleme gebe und im Herkunftsland eine andere „Arbeitsmentalität“ herrsche, sind anscheinend kein Problem: Nefi Hoti aus dem Kosovo übersetzt wichtige Informationen für seine drei Kollegen aus Eritrea und Albanien. Jürgen Scholz vom Verein für Denkmalpflege, der die Arbeit koordiniert, ist bisher super zufrieden mit der Leistung und dem Einsatz der Neuen.

Die vier stehen stellvertretend für die rund 630.000 Flüchtlinge, die in Deutschland im vergangenen Jahr Zuflucht gefunden haben - und nach kurzer Zeit des Glücks, es geschafft zu haben, zum Nichtstun verdammt wurden. Dabei wollen die meisten doch vor allen Dingen eines: der Gesellschaft, die sie aufgenommen hat, etwas zurückgeben.

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