Zu späte Wende?

Kommentar: Horst Seidenfaden zur SMA-Krise in Nordhessen

750 Arbeitsplätze fallen bei SMA in Nordhessen weg. Grund ist ein erwarteter Gewinneinbruch beim Solartechnik-Hersteller. Auch die Aktie des Unternehmens stürzt nun ab. Ein Kommentar von HNA-Chefredakteuer Horst Seidenfaden.

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SMA war jahrelang das Aushängeschild für die Boomregion Nordhessen: Millionen von Autofahrern konnten entlang der A 7 sehen, wie das Unternehmen wuchs. Immer voran rauschte SMA auf der Straße kontinuierlichen Wachstums. Finanziert durch die Solarenergie-Subventionitis in Deutschland. Dass dies nicht immer so weitergehen würde, das hatten Kritiker des Systems, aber auch der unerschütterlich auf Wachstum getrimmten Unternehmenspolitik von SMA schon lange vorhergesehen. Die SMA-Macher auch?

Angesichts der aktuellen Situation kommt der Verdacht auf, dass beispielsweise bei der Produktpolitik die Diversifizierung spät eingeleitet wurde - hoffentlich nicht zu spät. Nach all den rosaroten Interpretationen der Zahlen in den vergangenen Jahren fehlt, was die Erwartungen für 2014 und danach betrifft, im Augenblick ein wenig der absolute Glaube. Denn wehe, wenn die Konjunkturabschwächung, mit der ab 2013 zu rechnen ist, in den aktuellen Planungen des Unternehmens nicht schon eingepreist ist.

Die Unternehmensgeschichte

SMA: Die Geschichte des Unternehmens in Bildern

Servicezentrum auf dem Sandershäuser Berg

SMA-Servicezentrum auf dem Sandershäuser Berg

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