"Es ist ein Unding"

Kommentar zur Situation in Helsa: Telekom lässt Kunden im Stich

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Helsa. Seit nunmehr 14 Tagen funktioniert in Hunderten Haushalten in Eschenstruth der Telefonanschluss nicht. Laut Telekom ist das Problem längst behoben. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Anna Lischper.

Ausgerechnet Helsa. Die Gemeinde, dessen Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) seit Jahren für schnelles Internet kämpft, kann wieder nicht telefonieren. Dass dies für manchen Bürger ein Problem bedeutet, mag im ersten Moment seltsam klingen – betrachtet man den Festnetzanschluss mittlerweile bei all der modernen Technik doch fast als altmodisch. Aber: Es gibt sie eben, die Bürger, die auf den Festnetzanschluss setzen und solche, die darauf angewiesen sind.

Fällt das Telefon aus, bedeutet das insbesondere für ältere, ans Haus gebundene Personen, dass sie abgeschnitten sind von der Außenwelt. Wer da kein Handy hat, hat Pech. Tragisch wird es erst, wenn die Leitungen von Nutzern eines Hausnotrufs tot sind. Wenn dann etwas passiert, kann keine Hilfe angefordert werden.

Richtig unverschämt wird es aber, wenn die Telekom behauptet, ein Defekt sei behoben – und die Leitungen weiterhin tot sind. Hier nimmt das Unternehmen seine Kunden nicht ernst. Dass das Netz über zwei Mio. Kilometer lang ist und Schäden nicht beeinflussbar, kann keine Entschuldigung sein. Und dass zahlende Kunden beim Service derart abgespeist werden, ist ein Unding. 

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