Kommentar zu Zwangsbelegung mit Flüchtlingen: "Richtige Antwort"

Der Landkreis Kassel hat klargestellt, dass er keinen Wohnraum beschlagnahmen werde, um Flüchtlinge unterzubringen. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Peter Kilian.

Behörden sind nicht unbedingt bekannt dafür, schnell zu reagieren. Umso mehr gebührt dem Landkreis Kassel ein Lob, umgehend deutliche Worte auf die Nachricht gefunden zu haben, dass unter bestimmten Voraussetzungen für Flüchtlinge leer stehende Räume auch gegen den Willen der Hausbesitzer beschlagnahmt werden können. Das kommt im Landkreis Kassel nicht infrage, und das ist auch gut so.

Was, so fragt man sich, erwartet Menschen in Not, wenn sie in Wohnungen oder Häuser einquartiert werden, in denen sie nicht willkommen sind? Hilfe und Unterstützung werden sie dort ganz sicher nicht erfahren.

Flüchtlinge, die alles hinter sich gelassen haben, sind verunsichert und müssen Vertrauen erst wieder erlernen. Das geht ganz bestimmt nicht in beschlagnahmten Unterkünften. Davon sollten Behörden tunlichst die Finger lassen.

Auch wenn die Zeit drängt, muss es möglich sein, winterfeste Wohn- und Schlafstätten für diese Menschen zu finden, die nicht zwangsweise beschlagnahmt wurden.

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