Karten für 2018 im Vorverkauf

6000 Gäste feierten auf den HNA Wiesn: Tolle Party bis in die letzte Reihe

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Fröhliche Gesichter: Auch diese Gruppe feierte ausgelassen. Das Festbier kam von der Hütt-Brauerei.

Kassel/Baunatal. Wenn bis zur letzten Reihe alle auf den Bänken stehen und tanzen. Und wenn man dabei in ein Meer aus fröhlichen Gesichtern blickt, dann ist Kasseler Wiesn. Auch die zweite Auflage des großen HNA-Festes auf der Knallhütte in Baunatal war ein riesiger Erfolg.

Rund 6000 Menschen aus der Region – die meisten in Dirndl und Lederhosen – feierten am Wochenende ausgelassen. Die Nordhessen haben ihr eigenes Oktoberfest, das ist spätestens jetzt amtlich.

Wie gut die Leute drauf sind, das zeigten sie bereits am Freitag. Die Dorfrocker betraten um 20.30 Uhr die Bühne des mit 2600 Gästen ausverkauften Zelts, doch die Technik streikte. Aus den Mikrofonen der Band kam nur ein Krächzen. Kurzerhand sprangen die Moderatoren Onkel und Mac ein und spielten zur Überbrückung Party-Hit an Party-Hit. 

Da ging die Post ab: Reiner Irrsinn und seiner Sängerinnen brachten das Wiesn-Zelt mit 2600 Gästen am Samstag zum Toben. Bis in die letzte Reihe standen die Besucher auf den Bänken und sangen einen Party-Hit nach dem anderen.

Mit neuem Mischpult ausgestattet starteten die Dorfrocker erneut – und alles war vergessen. Drei Stunden Programm gab’s von der Band um die Brüder Tobi, Markus und Philipp als Entschädigung. „Das ist noch besser als letztes Jahr“, lobte Dorfkind Markus die Wiesn-Stimmung in höchsten Tönen. Und HNA-Geschäftsführer Herbert Siedenbiedel bescheinigte dem Fest am Samstag: „Eine tolle Party.“ Kein Wunder, Hit-Monster Reiner Irrsinn hatte das komplette Zelt fest im Griff.

Festwirt Dominik Hübler hatte immerhin 128 Service-Kräfte im Einsatz. Hendl, Schnitzel und Haxn gingen am Samstag wie am Fließband raus. „Wir sind heute etwas lockerer gestartet“, sagte er. „Heute werden wir die Bude richtig zum Rocken bringen.“

Schon jetzt können sich die Menschen aus der Region auf die dritte Auflage der HNA-Wiesn freuen. Die soll mit leicht geändertem Konzept vom 20. bis 22. September 2018 wieder an der Hütt-Brauerei über die Bühne gehen. Der Frühschoppen am Sonntag fällt weg. Dafür lockt am Donnerstag eine Wiesn-Party. Mit dabei sind etwa Mickie Krause und Tim Toupet. Karten gibt es noch bis zum 27. September zum Sonderpreis von 17 Euro. 

Vorverkauf für 2018

Der Termin für die HNA Wiesn 2018 steht auch schon fest: Da wird von Donnerstag, 20. September, bis Samstag, 22. September, gefeiert - und schon ab 22. September 2017 können Sie sich dafür Tickets sichern. Wer 2018 auftritt und wie das Programm aussieht, erfahren Sie hier.

Die Fotos

HNA Wiesn: Der zweite Abend in Bildern

HNA Wiesn: Der erste Abend in Bildern

Die Fotos vom dritten Tag folgen in Kürze.

Im Wiesn-Shuttle: Schnuddeln und Pipi-Pause

Eine Busfahrt die ist lustig – zumindest wenn die Fahrt nach Rengershausen zur HNA-Wiesn geht. Ein komisches Gefühl, in Jeans und Lederjacke mit kurzen Haaren zwischen lauter Menschen im Dirndl mit aufwendigen Flechtfrisuren oder Krachledernen zu stehen. 

Die Unsicherheit weicht schnell der guten Laune, die die anderen Fahrgäste verbreiten. Direkt nach der Abfahrt am Kulturbahnhof in Kassel geht das Geschnuddel los. Jeder kommt mit jedem ins Gespräch. Einige Männer, die zum ersten Mal eine Lederhose tragen, kommen während der Fahrt zu der Erkenntnis: „Die Hose kneift ganz schön.“ So wie Alexander Wild (43), der den Shuttleservice zwar super findet, aber denkt, dass dieser umsonst sein sollte. 

Auch Klaus-Dieter Haase (58), Heinz Moll (78), Sandra Willenweber (44) und Christiane Dittrich (48) nehmen den Bus nach Baunatal und sind bester Laune. Es werden jede Menge Selfies geschossen. Sich dem zu entziehen – keine Chance. „Wir haben uns extra die passende Kleidung für heute Abend gekauft“, sagt Andreas Kaufmann (49), der mit seiner Frau Christiane eingestiegen ist. Auf der Fahrt wird ihnen bewusst, wie stressfrei der Weg mit dem Shuttlebus ist. 

Bei Sandra Vaupel (50), die mit Angelika Taege (45) und zehn weiteren Menschen von der Amos Begegnungsstätte auf dem Weg nach Baunatal ist, überwiegt die Nervosität. „Ich bin so aufgeregt“, sagt die 50-Jährige. 

Gemeinsam im Shuttlebus (von links): HNA-Mitarbeiterin Tina Hartung, Heinz Moll, Klaus-Dieter Haase und Sandra Willenweber.

Höhepunkt der Busfahrt ist ein Zwischenstopp am ZOB in Baunatal, den zwei Männer, die ihre Namen nicht verraten wollen, kurzerhand als Pipi-Pause nutzen. Ungeniert entlassen sie das in die Natur, was laut ihrer Aussage, fast in die Hose gegangen wäre. Nachdem die beiden unter tosendem Applaus der anderen Fahrgäste wieder eingestiegen sind, kann die Fahrt zum Wiesn-Gelände nun ohne weitere Zwischenfälle fortgesetzt werden. (Tina Hartung)

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