Autobahn 7: Schutzwände bei Lohfelden sollen im Oktober fertig sein – 2015 Baubeginn auf Kasseler Seite

Mit Hochdruck gegen den Lärm

Horst Sinemus

Lohfelden / Kassel. Es wird nicht mehr lange dauern, dann stehen die Lärmschutzwände auf beiden Seiten der Crumbacher Autobahnbrücke komplett. Nach der Fertigstellung des ersten Teilstücks entlang der Talstraße vor zehn Monaten gehen jetzt der zweite und dritte Bauabschnitt des Projekts ihrer Vollendung entgegen. „Wir sind voll im Zeitplan, die Fertigstellung ist für Oktober vorgesehen“, sagte der Sprecher des Straßenbaumanagements Hessen Mobil, Horst Sinemus, auf Anfrage der HNA. Auf der Nordseite der Brücke in Richtung Waldauer Weg geht es gleich an mehreren Stellen rund. Während vorn an der Baustelle mit Baggern Betonteile für die tragende Konstruktion heranschweben und eingesetzt werden, wird in Richtung Waldauer Weg immer mehr Boden für den Einbau in die Böschung an die Baustelle zurückgebracht. Das Material war über Monate unterhalb der Talstraße zwischengelagert worden.

Gut vorangekommen sind die Arbeiten auch auf der südlichen Seite der Crumbacher Autobahnquerung in Richtung Rasthof Kassel / Kasseler Kreuz, wo die Stützpfeiler für die schallschluckende Schutzwand jetzt gesetzt wurden. Sorgen bereitet den Straßenbauern, dass die neue Schutzwand schon gleich nach Fertigstellung des ersten Teilstücks mit illegalen Graffiti beschmiert worden ist. Man habe sofort Strafanzeige erstattet, sagte Horst Sinemus. Der Sprecher von Hessen Mobil kündigte für den Wiederholungsfall eine erneute Strafanzeige an.

Sieben Millionen Euro

Die Bundesrepublik Deutschland investiert nach Angaben des Straßenbaumanagements für die beiden Lärmschutz-Bauabschnitte auf der Höhe von Lohfelden insgesamt sieben Millionen Euro. 2015 soll auf der Kasseler Seite der Autobahn 7 mit dem Bau einer parallel verlaufenden Lärmschutzwand begonnen werden. Dadurch soll die Lärmbelästigung in den Stadtteilen Forstfeld und Waldau erheblich reduziert werden. Der Bau der Lärmschutzwände bildet den Auftakt für den Ausbau der A  7 von sechs auf acht Fahrstreifen.

Künftig 110 000 Fahrzeuge

Dieser ist für den Abschnitt zwischen dem Kreuz Kassel-Mitte und der Anschlussstelle Kassel-Ost vorgesehen, auf dem künftig auch der Verkehr  in Richtung A  44 Kassel-Eisenach rollen wird. Die Verkehrsprognose für das Jahr 2020 geht von 110 000 Fahrzeugen täglich auf dem rund vier Kilometer langen Autobahnteilstück aus. Archivfoto: Schindler

Von Hans-Peter Wohlgehagen und Peter Ketteritzsch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.