Mitte Mai soll Schutzwall fertig sein

Hochwasserschutz in Niestetal geht voran

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Nimmt Gestalt an: Hinter dem Schutzwall wird noch mit schwerem Gerät gearbeitet.

Niestetal. Die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz zwischen den Ortsteilen Heiligenrode und Sandershausen laufen. Mit großen Maschinen wird das Gelände gegenüber dem Niestetaler Gemeindezentrum bearbeitet, um einen Schutzwall und eine Flutmulde zu schaffen. Mitte Mai soll der Wall fertig sein.

„Die Arbeiten verlaufen ganz wunderbar und wir bauen wie wild“, sagte Bauamtsleiter Peter Lieder auf Anfrage der HNA. Sie lägen voll im Zeitplan. „Wir hatten wahnsinniges Glück mit dem Wetter“, erklärte Lieder. „Bei Regen wären wir dort wahrscheinlich abgesoffen.“ Bei den Arbeiten wurde bislang schweres Gerät wie Bagger, Traktoren und Raupen eingesetzt. Um eine Schlammwüste zu verhindern, war vorsorglich eine Baustraße gebaut worden, die nach Abschluss der Arbeiten wieder zurückgebaut wird.

Der Schutzwall, der sich zwischen Mehrzweckplatz und der Einfahrt zu den Sportplätzen erstreckt, sei im rechten Bauabschnitt schon fast fertiggestellt. Er misst etwa 70 Zentimeter Höhe und soll künftig verhindern, dass die Nieste im Falle eines Hochwassers die Heiligenröder Straße überflutet und somit die Straße nicht mehr befahrbar ist.

Kontrollierte Überflutung 

Schutz vor Hochwasser: Ein kleiner Deich, eine Flutmulde und die Renaturierung der Nieste sollen verhindern, dass der Fluss über die Ufer tritt. Die Bauarbeiten zwischen Heiligenrode und Sandershausen laufen derzeit auf Hochtouren.

Die Flutmulde kann im Falle eines Hochwassers kontrolliert überflutet werden, um ein zu starkes Ansteigen des Wassers zu verhindern. Zudem wird die Nieste als naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme naturnah umgestaltet und erhält zum Teil ihr ursprüngliches Flussbett zurück. Sie ist laut Lieder bereits geöffnet worden „und mäandert nun herum“. Jetzt stünden noch die Feinarbeiten an, so der Bauamtsleiter.

Kampfmittel seien auf dem Baugelände Gott sei Dank keine gefunden worden, sagte Lieder. Schon vor Beginn der Arbeiten sei der Bereich eingehend untersucht worden. Es habe zwei oder drei Bombentrichter dort gegeben, in denen sich aber lediglich Füllmaterial befunden habe. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 975.000 Euro.

Von Nicole Schippers

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