Bundesweit zum Instrument des Monats gekürt – Kirchenstiftung fördert Restaurierung mit 5.000 Euro

Hohe Ehren für die Hoofer Orgel

Orgel des Monats: Das inzwischen ausgebaute Instrument der Hoofer Kirche erhielt diesen bundesweit vergebenen Titel. Damit verbunden sind 5.000 Euro für die Restaurierung. Unser Bild mit Pfarrer Stefan Weiß entstand 2010. Archivfoto: Husung/nh

Schauenburg. Von der Sitftung Orgelklang erhält die evangelische Kirchengemeinde Hoof 5.000 Euro für die Restaurierung ihrer Orgel. Zudem wurde das 100 Jahre alte Instrument in einem bundesweiten Wettbewerb zur „Orgel des Monats Februar“ gekürt.

Dieses Prädikat und das Geld vergibt die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Im Internet ist zu lesen, dass 35.000 Euro ausgeschüttet werden. Aber durch Verrechnungen bleiben 5.000 Euro, erläutert Frank Günther, Vorsitzender des Hoofer Kirchenvorstands und des Orgelförderkreises.

Mit dem Betrag sei der Förderkreis „fast am Ziel“, 90.000 Euro zu sammeln. 150.000 Euro solle die Restaurierung, die bereits begonnen hat, kosten. Den fehlenden Teil steuerten Landeskirche Kurhessen-Waldeck und Denkmalschutz bei, so Günther.

Die Würdigung als „Orgel des Monats“ macht die Hoofer Förderer um Pfarrer Stefan Weiß natürlich stolz, zumal der Ehrentitel laut Günther erstmals an ein Instrument der hiesigen Landeskirche ging. Die Stiftung hebt nicht nur den Wert des Instruments aus der Romantik hervor, sie prämiert auch ausdrücklich „die vielen originellen Ideen“, um Geld für die Restaurierung einzuspielen. Dazu zählten Konzerte, Theateraufführungen, Pfeifenpatenschaften und Sponsorenschwimmen.

Wobei weitere Unterstützer willkommen sind. Denn das Ziel von 100 Patenschaften sei noch nicht ganz erreicht, so heißt es aus der Kirchengemeinde. Wer mitmacht, was ab 10 Euro Beitrag möglich ist, erhält eine Urkunde und auf Wunsch auch eine Spendenbescheinigung.

Die Orgel hatte der Korbacher Eduard Vogt (1841-1913) kurz vor seinem Tod geschaffen. Im Januar war das Instrument aus der Hoofer Kirche ausgebaut worden, jetzt befindet es sich zur Restaurierung in Thüringen. Hoffnung ist, dass die Orgel beim Erntedankfest am 6. Oktober wieder am alten Ort erklingt.

Dann nämlich soll die „Spitzentechnologie des romantischen Orgelbaus“, wie es die EKD-Stiftung formuliert, auf den neusten Stand gebracht sein. Besonderheit ist: Der Tastendruck wird nicht mit einer komplizierten Holz-Metall-Mechanik, sondern mit dem sanften Druck der Luft, also pneumatisch, in die Pfeifen übertragen.

www.ekd.de

www.stiftung-orgelklang.de

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