Gebäude der Vellmarer Musikschule Chroma nimmt Gestalt an – Öffentliche Führung durch Rohbau

Holz als Symbol für den Klang

Vor dem Eingang: Rudolf Cerny (von links/ Förderverein), Gerhard Förster (Leiter der Musikschule Chroma) und Werner Hüner (Förderverein) führten die Nachbarn durch das neue Gebäude. Teile der Außenfront sind mit Lärchenholzpaneelen verkleidet. Fotos: Schilling

Vellmar. Die markante, eigenwillige Gestaltung des Neubaus der Vellmarer Musikschule Chroma ist schon gut zu erkennen. Dunkelbraune Paneele aus Lärchenholz gliedern die Außenfront des Gebäudes an der Adalbert-Stifter-Straße und verkleiden auch den neuen Eingang der Musikschule. Sie sollen einen Klangkörper symbolisieren und dem Betrachter so schon von außen zeigen, worum es im Innern des Gebäudes geht - um die Musik.

Seit Dezember des vergangenen Jahres herrscht auf der Baustelle reger Betrieb. Nun bekamen die Nachbarn die Gelegenheit, das neue Gebäude auch einmal von innen kennenzulernen. Die Führung übernahm der Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule, Rudolf Cerny, unterstützt von seinem Stellvertreter Werner Hüner und von Gerhard Förster, dem Leiter der Musikschule.

Fenster schon eingebaut

Noch ist das Gebäude nur provisorisch abgedeckt. Das neue Flachdach wird gebaut, sobald das Wetter wärmer und trocken ist. Eingebaut sind dagegen schon die großen Fenster, die bis zum Boden reichen. Sie sollen dafür sorgen, dass die Räume hell und transparent wirken.

Ein besonders wichtiges Thema beim Bau des neuen Gebäudes war der Schallschutz, damit zeitgleich in mehreren der acht Unterrichtsräume gearbeitet werden kann. Doppelte Wände und Lagerräume zwischen den Übungsräumen erhöhen die Schallisolierung. Für gute Klangqualität in den Räumen selbst sorgt unter anderem die Anordnung der Wände. Kein Raum hat mehr als einen rechten Winkel, sodass sich der Schall unterschiedlich bricht. Im Zentrum des Baus steht der 100 Quadratmeter große und über vier Meter hohe Aufführungssaal. Direkt daran schließt ein 40 Quadratmeter großer Raum an, der für das Ensemblespiel gedacht ist. „Ich freue mich jeden Tag über die Fortschritte – dass wir von dem, was erst nur auf dem Papier zu sehen war, zu den immer mehr sinnlich wahrnehmbaren Formen kommen“, sagte Förster.

Auch die Nachbarn zeigten sich angetan. „Es ist interessant, die neue Aufteilung zu sehen. Das ist alles sehr schön und zweckmäßig“, sagte Ingeburg Unterkircher.

Mit rund einer Million Euro ist der Neubau - nur das Kellergeschoss bleibt stehen - veranschlagt. 50 000 Euro davon muss der Förderverein der Musikschule über Spenden selbst aufbringen. 43 000 Euro sind schon zusammen. Bis zur Eröffnung im Juni hofft man bei der Musikschule auf die restlichen 7000 Euro.

Von Meike Schilling

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