Heimatmuseum zeigt historische Werkzeuge

Von Holzhobeln und von Spänen

Arbeitet gern mit Holz: Eberhard Trogisch mit einem Langhobel im Heimatmuseum Hessenstube in Altenritte. Foto: Wienecke

Baunatal. In der Tischler- und Drechslerwerkstatt im Dachgeschoss des Heimatmuseums Hessenstube in Altenritte gibt es eine Sammlung von Werkzeugen zur Bearbeitung von Holz. Eberhard Trogisch, der zweite Vorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte und Denkmalpflege Baunatal, hat dort auch ein Lieblingswerkzeug: den Langhobel. Dieser wird auch Raubank (frühere Schreibweise: Rauhbank) genannt. Bei einem Hobel wird eine feste Schneide im Hobelkörper fixiert, um Holzspäne abtragen zu können. Mit dem Langhobel, der zwischen 40 und 65 Zentimeter lang sein kann, und der dann Kurzraubank oder Langraubank heißt, werden Kanten begradigt und Hölzer für das Verleimen vorbereitet. Er dient hauptsächlich dem Schlichten (Abtragen von geringen Materialmengen) bei größeren Flächen.

Hobel werden aus Holz oder aus Metall hergestellt. Holzhobel sind meist aus Buchenholz, ihren Sohlen hingegen aus härterem Holz. Bereits in der Zeit um 1200 vor Christus wurden erste Hobel benutzt. Heute kommen über 20 verschiedene Arten zum Einsatz.

Das Stadtmuseum Baunatal im Mühlenweg 4 und das Heimatmuseum Hessenstube in der Ritter Straße 1 in Altenritte sind (ab 7. September) sonntags von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Stadtverwaltung Baunatal im Rathaus, Tel. 0561/4 99 2-0, www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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