Fuldatal stockt mit Landkreis die Turnhalle der Ludwig-Emil-Grimm-Schule auf

Hort direkt an der Schule

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Neuer Standort: Nach dem Willen der Fuldataler Gemeindevertreter finden die Hortkinder nach der Aufstockung der Schulturnhalle (hinten) dort Platz.

Fuldatal. Die Hortkinder aus Fuldatal bekommen eine neue Unterkunft: Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwochabend, die Schulturnhalle direkt an der Ludwig-Emil-Grimm-Schule in Ihringshausen aufzustocken und zu sanieren.

Der ursprüngliche Standort des Hortes in der Schulstraße musste am 22. Juni 2010 wegen Asbestbelastung geschlossen werden.

Mit im Boot sein wird auch der Landkreis, der sich an der Finanzierung des Projekts beteiligen wird, wenn der Kreisausschuss zustimmt. Demnach teilen sich die Gesamtkosten von 988 000 Euro - inklusive Nebenkosten und Finanzierung - wie folgt auf: 727 000 Euro steuert die Gemeinde Fuldatal bei, 261 000 Euro übernimmt der Landkreis, der in der Schulturnhalle schon die betreute Grundschule unterhält. Die Gesellschaft für Projektmanagement und Finanzierung (GHT) finanziert das Projekt für Fuldatal vor. Die Gemeinde muss demnach 15 Jahre lang eine jährliche Rate von 46 000 Euro zahlen.

Dass wir damit „die teuerste Variante gewählt haben“, räumte Bürgermeisterin Anne Werderich (FDP) gestern auf Anfrage ein. Denn die veranschlagten Sanierungskosten für die Schulstraße hätten sich - inklusive Entgiftung - auf 900 000 Euro belaufen. Jetzt muss die Gemeinde zusätzlich zu den 727 000 Euro für das Projekt Schulturnhalle trotzdem noch die 450 000 Euro für die Entgiftung aufbringen. Für die Bürgermeisterin wiegt das Wohl der Kinder - mit einem Hort direkt auf dem Schulgelände und kurzen Wegen - diesen Nachteil jedoch auf. Dazu komme, dass die von der GHT gewährte Ratenzahlung die schwierige finanzielle Situation in Fuldatal entspanne. Und, so Werderich: Die Dekontaminierung müsse nicht sofort begonnen werden. Dazu hoffe man, das Haus Schulstraße später verkaufen zu können.

Mit der Aufstockung der Schulturnhalle wird auch die Zahl der Hortplätze von 40 auf 60 erhöht werden, für die 400 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Auch für den Landkreis ist das gemeinsame Projekt mit Fuldatal eine gute Lösung: Denn in puncto neuer Brandschutzmaßnahmen hätte der Kreis in der Schulturnhalle sowieso aktiv werden müssen, erläuterte Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Weiterer Vorteil für den Landkreis: Werden die Räume in der Turnhalle irgendwann einmal für die Ganztagsschule benötigt, kann der Kreis diese der Gemeinde zum Zeitwert abkaufen. Das soll in einem Kooperationsvertrag festgelegt werden.

Nach Aussage von Manfred Ludewig, in Fuldatal für die Finanzen zuständig, sollen die Arbeiten jetzt schnell ausgeschrieben werden, damit die Hortkinder 2013 in die neuen Räume einziehen können. Zurzeit sind sie in Containern untergebracht.

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