Verein Together plant den Bau einer großen Krankenstation in Uganda

Ein Hospital der Hoffnung

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Engagierte Helfer: Im Gemeinderaum der Sankt Heinrich-Kirchengemeinde Kaufungen tüten Mitglieder des Vereins Together Spendenbriefe ein. Dagmar Zimbardo (links) zeigt Bilder von jungen Afrikanern, die Paten suchen.

Kaufungen. Armut, schlechtes Trinkwasser, marode Straßen, geringe Bildungschancen: Die Kaufungerin Dagmar Zimbardo vom Vorstand des christlichen Vereins Together weiß, welche großen Probleme der afrikanische Staat Uganda hat.

Mehrmals schon ist sie in den Kibaale-Distrikt nahe der Grenze zum Kongo gereist, um sich über den Fortschritt von Hilfsprojekten ihres Vereins zu informieren und alte Freunde wiederzusehen.

In diesem Jahr reist die Kaufungerin wieder nach Uganda: Sie wird mit ihren Mitstreitern das Projekt einer großen Krankenstation für den Kibaale-Distrikt vorantreiben.

Für die 600.000 Menschen im Kibaale-Distrikt gebe es im Umkreis von mehr als 100 Kilometern kein Krankenhaus, sagt Zimbardo. Das ist einer der Gründe für die hohe Säuglingssterblichkeit in dem Land.

Das Hospital ist eines der ehrgeizigsten Projekte, die der 1989 gegründete Verein bisher in Angriff genommen hat. Die Krankenstation wird mehr als 600.000 Euro kosten. 160.000 Euro muss Together selbst aufbringen, den größten Teil steuert das Bundesminsterium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei. Zimbardo ist optimistisch, genug Spenden zusammenzubekommen. „62.000 Euro haben wir schon gesammelt“, sagt sie. Vier Bauern in Uganda hätten schon Äcker für das benötigte Grundstück zur Verfügung gestellt.

Der 200 Mitglieder – darunter zahlreiche Kaufunger – zählende Verein, der durch die Urlaubsvertretung eines ugandischen Priesters in Hessisch-Lichtenau angeregt wurde, hat große Erfahrung bei der Realisierung nachhaltiger Hilfsprojekte in Afrika. Unter anderem hat er Trinkwasseranlagen und eine Berufsschule aufgebaut. Die Niestetaler Solarfirma SMA hat den Verein bei der Versorgung afrikanischer Dörfer mit Solarstrom unterstützt.

Bei allen Projekten lautet das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Deshalb hat der Verein Together dafür gesorgt, dass sich in Uganda ein Gegenstück, der Verein Torudes, gründete.

Außerdem hat Together bisher mehr als 1000 Patenkinder betreut. Ständig werden neue Paten gesucht, die junge Afrikaner bei der Ausbildung unterstützen. Der Besuch weiterführender Schulen und Universitäten kostet in Uganda Geld. (pdi)

Verein Together, Vortrag über Uganda am Mittwoch, 27. Februar, ab 19 Uhr im Bürgerhaus Fuldabrück-Bergshausen.

Infos: Tel. 05605/927970 und www.tohifu.de

Spendenkonto Nr. 123590000 bei der Kasseler Sparkasse (BLZ 52050353)

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