Haus der VR-Banken will sich mehr für andere Gäste öffnen – Markus Maier löst Klaus Scheven als Leiter ab

Hotelbetrieb geht in die Offensive

Skulptur vor dem Haus: Das Geno-Hotel will sichtbarer für das Umfeld werden. Unter anderem wird das durch den Käfer des Baunataler Künstlers Willi Volmar (links) deutlich. Das Mini-Auto soll laut Helfer Bodo Draegert abends beleuchtet sein. Fotos: Kühling

Baunatal. Die neue Skulptur vor dem Haus symbolisiert gleich mehrere Veränderungen im VR-Seminarzentrum in Großenritte. Mit dem neuen Leiter Markus Maier (47) an der Spitze, der Klaus Scheven (61) nach 17 Jahren ablöst, soll sich die Einrichtung an der Schulze-Delitzsch-Straße öffnen. Für Touristen, für Kulturinteressierte und vor allem für das bundesweite Tagungsgeschäft.

Mit der beweglichen und beleuchteten VW-Skulptur von Willi Volmar (Baunatal) und Fahnen entlang der Straße wolle das Seminarzentrum nach außen besser sichtbar werden, sagt Maier. „Das geht ab sofort los.“

Einhergehend mit diesem Fingerzeig ändert der genossenschaftliche Verband der Volks- und Raiffeisenbanken (VR) den Namen. Der etwas sperrige Begriff VR-Seminarzentrum weicht dem eingängigeren Geno-Hotel. Mit dieser Bezeichnung werbe man bereits im Internet, berichtet Maier. „Wir wollen uns für den Markt öffnen als attraktiver Tagungsstandort in Nordhessen.“

Die Bedeutung des 153-Zimmer-Komplexes mit Drei-Sterne-Plus-Qualität könnte steigen. Zwei von bisher vier Tagungshäusern des Verbandes in Deutschland – nämlich Hannover und Bad Münster am Stein – seien im Juni geschlossen worden, berichten Scheven und Maier. Übrig blieben nur noch Rendsburg und Baunatal. Das habe den nordhessischen Standort gestärkt, sagt Maier. „Das ist in den Planzahlen schon spürbar.“ Und sein Vorgänger ergänzt: „Hier findet die Personalentwicklung der Genossenschaftsbanken statt.“

Sichtbares Zeichen der Ausrichtung sind die Bauarbeiten im Haus. Mehrere Hunderttausend Euro werden laut Maier in den Aufbau eines Fahrstuhles und die Gestaltung neuer Tagungsräume gesteckt. Ideen für weitere Investitionen zur Steigerung der Attraktivität gebe es schon, sagt der neue Leiter. Näheres könne er noch nicht verraten. Baunatals Stadtmarketing-Chef Dirk Wuschko freut sich über die Entwicklung. „Jedes qualitätsvolle Hotel bringt uns weiter“, sagt er. Eng in den Baunataler Hotels werde es oft während der Woche. „Dann wandern uns die Leute nach Kassel ab.“

Klaus Scheven verabschiedet sich zufrieden in den Ruhestand. Viel reisen wolle er, sagt der Diplom-Volkswirt aus Ahnatal. „Und zwar nicht irgendwann, sondern ab sofort.“ HINTERGRUND

Von Sven Kühling

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