Sanierung des Mönchshauses in Mönchehof hat begonnen – Förderverein mit 16 Mitgliedern gegründet

Sanierung des Mönchshauses: Hülle wird jetzt wetterfest

Espenau. Das Gerüst steht, der Kran wartet auf seinen Einsatz und im Inneren des Gebäudes sind schon erste Bretter verlegt. Es kommt Bewegung in die Sanierung des Mönchshauses in Mönchehof.

Das Mönchshaus ist der ältesteste noch erhaltenen Bau des Espenauer Ortsteils, der in die Zeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert datiert wird.

In einem ersten Schritt soll jetzt die Hülle des Gebäudes mit dem Dach wetterfest gemacht werden, um einen weiteren Verfall des Mönchshauses zu verhindern, das seit mehr als 25 Jahren vor sich hin gammelt. 60 000 Euro stehen dafür bereit, 20 000 davon steuert die Gemeinde Espenau bei, 40 000 kommen vom Landesamt für Denkmalpflege. Nach Genehmigung des Kreishaushalts erhofft sich der speziell für die Sanierung gegründete „Verein für Denkmalpflege Mönchshaus“ weitere 10 000 Euro.

Der aktuell 16 Mitglieder zählende Verein ist seit Oktober 2010 beim Amtsgericht eingetragen, die Gemeinnützigkeit wurde bestätigt, sagte Vereinsvorsitzender Hans-Dieter Baller gestern während eines Ortstermins. Und: Der frühere Eigentümer des Mönchshauses, Jörg Tiemann, habe dem Verein das Haus überschrieben, der Grundbucheintrag sei geändert worden.

Das marode Dach ist laut Baller zurzeit das Hauptproblem. Durch den frühen Wintereinbruch habe sich der Beginn der Arbeiten verzögert, das Dach habe „zusätzlich gelitten“. Gerade im Bereich der Gaube lägen die Schwierigkeiten.

Ist das Dach dicht, soll die Fassade an die Reihe kommen. Dabei handele es sich nach Auskunft des Diplom-Ingenieurs Baller aber mehr um Renovierung als Instandsetzung. Das gilt auch für Teile des Innenlebens, das soweit wie möglich in den Originalzustand versetzt werden soll. Die Fenster, die zum Teil aus dem 17. Jahrhundert stammen, sollen restauriert, kaputte Holzbohlen ersetzt werden.

Im Obergeschoss sind zum Beispiel noch Relikte der früheren Räucherkammer zu sehen, in alten Kisten finden sich historische Beschläge, aus denen die Sanierer schöpfen können.

Der „Verein Denkmalpflege Mönchshaus“ sucht noch Spender. Wer Interesse hat, mitzumachen, kann sich beim Vorsitzenden Hans-Dieter Baller, 05609/9300 melden.

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