14 Landseer-Welpen wurden bei Vellmarer Züchterin geboren

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Unwiderstehlich: Sanftmut ist eine herausragende Eigenschaft der Landseer-Hunde, die Züchterin Melitta Müller auch bei ihren Welpen besonders schätzt.

Vellmar. Ein großer Wurf gelang Züchterin Melitta Müller am 2. Mai: An diesem Mittwoch brachte Landseer-Hundedame Cessie nach 63 Tagen Tragezeit 14 Welpen zur Welt. „Das war schon eine Ansage“, erinnert sich die 44-Jährige.

Denn mit so viel Nachwuchs hatte die Vellmarerin nicht gerechnet. Hatte doch der Tierarzt gerade mal vier Babys angekündigt. Um 7.30 Uhr kam an diesem Mai-Tag der erste, um 22 Uhr der letzte Welpe. Jetzt, nach acht Wochen war es so weit: Der Landseer-Nachwuchs - die Rasse stammt ursprünglich aus Neufundland - wurde untersucht und bekam nach bestandener Prüfung Papiere und Stammbaum.

„Leider haben zwei der Welpen nicht überlebt“, bedauert die junge Frau. Immerhin sind der Züchterin zwölf lebhafte Hundebabys geblieben. Deren Aufzucht war keine leichte Aufgabe. Denn das fünfjährige Muttertier hatte nur Milch für acht seiner Abkömmlinge. „Also haben wir uns Welpenmilch besorgt und die Kleinen alle drei Stunden rund um die Uhr mit einem Fläschchen versorgt“, erzählt die Vellmarerin. Tatkräftige Hilfe erhielt sie dabei von Lebensgefährte Michael Wenzel.

„Die Pflege hat uns viel Zeit und Kraft gekostet, aber es hat sich gelohnt“, sagt er. Inzwischen versorgt er die Jungtiere schon mit fester Nahrung. Und zum Abkühlen bei hohen Temperaturen haben die „Pflegeeltern“ den Welpen, die es lieber kalt haben, einen kleinen Teich angelegt. „Dort können sie baden“, sagt Melitta Müller. Experten wissen, dass der Welpe ab der vierten Woche seine Umwelt bewusst wahrnimmt. „Die Erfahrungen aus dieser Zeit entscheiden über sein späteres Verhalten gegenüber Artgenossen, Menschen und anderen Tieren“, weiß Hundetrainerin Britta Waldmann um die Anstrengung bei der Pflege.

Demnächst erhalten die sieben Rüden und fünf Weibchen noch eine Impfung und werden gechippt, damit sie immer identifiziert werden können. Dann kommt der Teil, den die Vellmarerin mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgt: Am nächsten Samstag werden die ersten gesunden Welpen von ihren neuen Besitzern abgeholt. „Es fällt immer sehr schwer, sich von den Tieren zu trennen“, sagt sie. Sieben Welpen sind bereits verkauft, die Käufer kommen aus ganz Deutschland. Ein kleiner Trost: Eine Hündin aus dem Wurf will Melitta Müller für die weitere Zucht behalten. Dann kann sich Hundedame Cessie auf die faule Haut legen. Denn noch einmal 14 Welpen will die Züchterin nicht haben. Auch wenn sie die Landseer ins Herz geschlossen hat.

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