Hütt-Brauereifest: Sonne kam wie auf Bestellung

Bierselig im Festzelt: Kurt und Else Icke , Elke Krug (von links) sowie Waldemar Lenz (rechts) und Horst Hassenpflug (daneben).

Baunatal. Ein warmer, sonniger Nachmittag hat an Fronleichnam dafür gesorgt, dass an Fronleichnam immerhin 10.000 Besucher zum Hütt-Brauereifest auf die Baunataler Knallhütte kamen - so wie voriges Jahr.

Doch viele Wanderer und Radfahrer ließen sich vom Dauerregen am Vormittag offensichtlich abschrecken. Nur 214 Mutige zu Fuß und 72 Radler machten sich auf den Weg zur Knallhütte. Die Helfer des Tuspo Rengershausen, der den Dorothea-Viehmann-Wandertag zum 40. Mal organisierte, hatten diesmal weniger zu tun. Die meisten Festbesucher nutzten den Shuttle-Service oder fuhren mit dem eigenen Auto.

Inliner auf Rollen, mit Knieschützern und Helm waren auf dem Festgelände gar nicht zu sehen. Die Inline-Skater-Initiative KISS aus Kassel habe die Tour abgesagt, weil sich am Morgen nur sieben Sportler eingefunden hatten, berichtete Hütt-Pressesprecherin Gabi Mohr.

Dorothea-Viehman-Wandertag und Hütt-Brauereifest

Als Anika Koschork, ihr Lebensgefährte Stefan Kornherr und dessen Eltern aus Altenbauna auf ihren Rädern mittags am Festgelände eintrafen, hörte der Regen wie auf Bestellung auf, die Sonne brannte plötzlich vom Himmel. „Der Regen hat uns kaum gestört, wir sind ja keine Schönwetter-Radler. Nur die Räder brauchen jetzt eine Extra-Wäsche“, sagte Stefan Kornherr.

Mit ihren Kindern unternahm die Familie einen Bummel über das Festgelände und schaute sich das abwechslungsreiche Unterhaltungs- und Musikprogramm an, dass diesmal besonders durch die vielen Auftritte örtlicher Vereine auf der Lkw-Bühne auffiel. Der KSV Baunatal präsentierte seine Cheerleader, Sportakrobaten und Hip-Hopperinnen. Nachwuchssportler des GSV Eintracht Baunatal turnten und tanzten für das Publikum. Der Stand der HNA mit einem Luftballon-Wettbwerb war zeitweise dicht umlagert.

Der Strom der Besucher schwoll im Laufe des Nachmittags beträchtlich an, während man am späten Mittag, zum Fassbieranstich mit Brauereichef Frank Bettenhäuser, noch problemlos Sitzplätze im Festzelt bekommen hatte. Die Rengershäuser Landfrauen bekamen gut zu tun, als das Wetter sich bessserte: Sie hatten 38 Bleche Kuchen gebacken, deren Stücke wie am Fließband über die Theke gingen.

Wer die Sonne und ein bisschen Urlaubsflair genießen wollte, der ließ sich auf einem der Liegestühle am „Strand“ nieder. Auf der aufgeschütteten Sandfläche, beim vorigen Fest für ein Fußballturnier genutzt, nahmen Familien ein Sonnenbad und schlürften Cocktails.

Von Peter Dilling

Hütt-Chef Frank Bettenhäuser

Das von Zigarettenqualm verräucherte Zelt beim Brauereifest auf der Baunataler Knallhütte kritisiert Leser Karl Schäfer aus Guxhagen. Unsere Redakteurin Ingrid Jünemann sprach darüber mit Hütt-Chef Frank Bettenhäuser.

Herr Bettenhäuser warum durfte im Festzelt geraucht werden?

Frank Bettenhäuser: Das ist die gesetzliche Lage in Hessen, in Festzelten darf man rauchen. Außerdem sind es die Festbesucher gewöhnt. Wir können nicht Verhaltenspolizei spielen.

Es waren auch Kinder und Jugendliche im Festzelt: Sollte man die jungen Leute nicht besser vor Nikotingefahren schützen?

Bettenhäuser: Wir können nicht erzieherisch eingreifen. Und Schilder mit Appellen an die Besucher, das Rauchen zu unterassen, würden ganz sicher nichts nutzen. Ein Verbot des Rauchens ist aber aufgrund der Gesetzeslage nicht durchsetzbar.

Das hessische Gesetz besagt allerdings, dass Besucher auf die Ausnahme vom Rauchverbot hingewiesen werden müssen. War das der Fall?

Bettenhäuser: Es war ein Hinweis ausgehängt, dass im Zelt geraucht werden darf. Bei Ankündigungen des Festes auf ein geltendes Gesetz aufmerksam zu machen, halten wir für nicht erforderlich.

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